31. Gestern wäre ich fast weggeflogen..

10Nov2017

.. aber nicht mit einem Flugzeug, sondern weil der Wind so extrem war. Die Gegend, in der meine Babysitter Familie wohnt, ist angeblich die windigste in ganz Helsinki und dies bekam ich dann gestern auch prompt zu spüren. Selbst der Regen wurde quasi vom Wind weggepustet. Aber nun wieder zu meinen Erlebnissen in letzter Zeit.

 (der Moment, wenn du den halben Blogeinträg löschst und du wieder alles schreiben musst)

Am 30. November bekam ich meinen ersten Besuch hier in Helsinki, eine Freundin aus Wien hat mich besucht, die ich schon aus der Zeit in Stockholm kannte, da wir Au-Pair Kolleginnen waren und zufällig beiden dann das Studium in Wien begonnen haben. Ich habe mich sehr über den Besuch gefreut und war endlich mal wieder etwas mehr unterwegs, weil ich in letzter Zeit viel gearbeitet habe und eine Abgabe für die Uni hatte. Neben der Insel Suomenlinna (zu schwedisch: Sveaborg), waren wir einige Male in der Markthalle, in der Church of Silence, der Temppeliaukio Kirche (eine Kirche in Stein) oder auch im Helsinki Design District.

https://www.photoblog.com/jaimi/2017/06/20/the-church-of-silence-kaampi-chapel/

Temppeliaukio

An Halloween war ich ja der Gastgeber einer kleinen Feier und ih hab mich sehr gefreut, viele meiner Freunde und Bekannte mal wieder zu sehen. Es geht leider so schnell, dass man sich aus den Augen verliert bzw. es ist sicherlich auch sehr natürlich, weil nach all den aufregenden Ereignissen am Anfang, fängt natürlich irgendwann der Alltag an. Wie dem auch sei, waren wirklich alle verkleidet außer mir. Das lag daran, dass ich mir um ein Kostüm nicht wirklich Gedanken gemacht habe und als ich zumindest Schminke kaufen wollte, war diese natürlich ausverkauft. Aus der Not heraus, haben wir dann einfach Tattoos für 3€ gekauft und mir eine Schusswunde (übrigens falsch herum haha) auf die Stirn geklebt. Meine Freundin hat sich eine Narbe auf die Wange gemacht. Ich habe unteranderem Punsch gemacht und Bananengeister, die naütrlich nicht so schön aussehen, wie auf dem Bild, aber ich hatte auch kaum Zeit und Geduld. 

banana ghosts

Tatsächlich war ich auch nicht die Einzige, die das Halloween Thema beim Essen auch aufgegriffen hat. Eine WG über mir, mit denen ich gut befreundet bin, haben Hände aus Bockwurst gemacht und Bockwurst Spinnen. Ein anderes Mädchen hat Wackelpudding gemacht und darauf Augäpfel gegeben. Davon habe ich leider kein Foto oder im Internet gefunden.

sausage hand

sausage noodles

Die Kostüme waren auch nicht weniger kreativ. Eine Freundin aus Polen, hat sich als Picasso Gemälde verkleidet und sogar ihren eigenen Bilderrahmen mitgebracht. Meine finnische Tutorin ging als Black Swan und die Amerikanerin ging als Rentier. Leider kamen einige Leute zu spät, weshalb ich die Leute auch relativ bald wieder nach Hause schicken musste, weil wir den Raum oben nur bis 22 Uhr verwenden dürfen. Manchmal fühlt sich das etwas komisch an, weil es sich dann eher nach einer Jugendherberge oder Jugenfreizeit anhört, obwohl wir ja alle erwachsene Menschen sind und man sich nicht sagen lassen möchte, was man darf und nicht. Dennoch ist verständlich, dass man in einem Studentenwohnheim nun mal Regeln braucht und diese leider auch bei weitem nicht immer beachtet werden. Es gibt genug Leute, die nachts richtig laut sind und feiern. Wie dem auch sei, war der Abend aber wirklich nett und für die meisten ging es dann weiter zu Parties in der Stadt.

Gestern war ich, mit einem Teil der besagten WG über mir, das erste Mal in der Sauna oben bei uns. Irgendwie bin ich bisher noch nicht auf die Idee gekommen diese zu benutzen, aber ich bin froh, dass ich es jetzt endlich gemacht habe. Die Sauna ist sehr überschaubar und wir 6 haben gerade so reingepasst. Der beste Teil war die Terrasse, wo wir uns immer zwischendurch abgekühlt haben und natürlich auch nach der Sauna fühlt man sich richtig entspannt. Man merkt wirklich, wie gut das auch den Muskeln tut. Nachdem wir wieder in dem "Wohnzimmer saßen", welches wir auch extra reserviert haben und Kakao getrunken haben, bekamen wir ein wenig später überraschenden Besuch. Nachdem ich nochmal runter in meine Wohnung gegangen bin, um schonmal Sachen dort abzustellen, fuhr ich wieder hoch und ein Security Mann war auch im Lift. Dieser stieg aber im 4. Stock aus und ich fuhr in den 8. um dann zum Raum zu gehen. Als ich dort ankam, sagte ich den Mädels, dass ein Security guard im Lift war und im gleichen Moment steht dieser in der Tür und sagt uns, wir sollen den Raum verlassen. Etwas gehezt haben wir dann die ganzen Sache aufgeräumt und gespült, um dann zu gehen. Zu dem Zeitpunkt war es schon 23:30 und wir hätten eigentlich schon raus gemusst, aber da wir wirklich leise waren und wir von anderen Leuten wussten, dass sie auch schon mal länger geblieben sind, haben wir uns keine Gedanken gemacht. Man vergisst auch ein wenig die Zeit. Es ist tatschlich nicht außergewöhnlich, dass es hier Sicherheitseute gibt, diese gibt es auch zu Hauf in Supermärkten und anderen öffentlichen Orten. Meine Nachbar WG hatte wohl sogar schön öfters Besuch von Security Leuten, da sie andauernd feiern in der WG. Dennoch hat es mich gewundert, dass er zu uns rauf kam, aber wahrscheinlich hat er uns gehö, als ich die Tür aufgemacht habe. Aber ich vermute, dass jemand die Security gerufen hat, weil andere in dem Gebäude laut waren und diese sind dann vielleicht verstummt, denn das Wohnzimmer oben hat 2 Türen jeweils an jeder Seite und man kann wirklich nichts hören. Auf jeden Fall gab es aber keinerlei Konsequenzen oder Nachrichten diebezüglich an mich, von daher glaube ich, dass es halb so schlimm war, aber im ersten Moment war es sehr verwundernd. 

Die letzten Tage habe ich tatsächlich hauptsächlich an einem Essay geschrieben, weshalb ich eigentlich fast nur in der Wohnung war und kaum draußen. Das Essay ist nun endlich abgegeben und kann mich erstmal wieder anderen Dingen widmen, wie Weihnachtsgeschenke kaufen, eventuell eine Reise nach Lappland buchen und auch diesen Blog bearbeiten, wozu ich auch schon länger nicht gekommen bin.

Bis bald meine Lieben!

 

30. Ein Glück, dass..

20Okt2017

.. ich nicht so eine Brotliebhaberin bin, denn das Angebot an Brot hier ist leider wirklich bescheiden und vor allen Dingen qualitativ ziemlich niedrig. Außer vielleicht Knäckebrot, das ist ganz gut hier. Aber sicherlich ist Finnland nicht das einzige Land, dass kein gutes Brot hat im Vergleich zu Deutschland. Auf jeden Fall ist mir das vor paar Tagen nochmal aufgefallen, weil ich etwas Brot bei der Babysitter Familie gegessen habe.

finnish bread

Aber die finnische Küche hat auch sehr interessante Sachen zu bieten. Hier zum Beispiel ein Art Dessert Käse den man of mit etwas Marmelade isst. Der Käse selbst ist realtiv geschmacklos, ganz leicht süß:

finnish dessert cheese

Oder ein Art Gebäck, mit entweder einem Art Reispudding in der Mitte oder einem Kartoffelpüree. Diese sind meist herzhaft:

rice pastry

 

Ich bin übrigens jetzt berühmt haha, denn hier der Artikel mit drei weiteren Austauschstudenten:

hercampus.com/school/helsinki/legal-aliens-exchange-students-experiences-helsinki

Mein Alltag hier besteht tatsächlich hauptsächlich aus Arbeit und rumreisen, weshalb ich zum Teil nicht so viel Spannendes erzählen kann. Dennoch macht mir das Arbeiten sehr viel Spaß, besonders der Kleine lernt jeden Tag neue Sachen. Vor Kurzem hat er klatschen gelernt und begrüßt mich jetzt jedes mal so, wirklich süß.  Auch die anderen beiden Kinder sind sehr süß, die ich morgens zum deutschen Kindergarten bringe. Das Mädchen hat mich gefragt, ob es an meiner Schule (sie meint Universität) auch einen Sankt Martin Umzug mit Laternen gibt, was ich leider verneinen musste. Da ich die beiden meistens um 8:20 ablade und der Kindergarten auf einem Berg liegt, laufe ich diesen dann immer runter und sehe (noch) den Sonnenaufgang über den market suqare. Es gibt wirklich nichts Schöneres, als diesen Sonnenaufgang und zu sehen, wie die Stadt langsam wach wird. Ich genieße das wirklich sehr (außer das frühe Aufstehen haha). Nächsten Montag bekomme ich endlich meinen ersten Besuch aus Wien, freue mich schon sehr. Am Dienstag veranstalte ich wieder eine Art Party in unserem "common room" unter dem Motto Halloween. Mal schauen, wer sich alles so verkleiden wird. Außerdem planen wir eventuell zum Nationalpark zu fahren oder auch nochmal nach Turku. Ahh und erste Schnee ist übrigens gestern auch gefallen (27.10), aber leider ist der eher matschig als schön, weshalb es auch viel Chaos auf den Straßen gibt. Hoffentlich gibt sich das mit der Zeit. Schließlich ist Schnee hier ja eigentlich nichts Ungewöhnliches. 

Nach wie vor, gefällt es mir wunderbar hier, ich hab die Entscheidung zu keinem Zeitpunkt bereut. Wahrscheinlich passen hier viele Faktoren zusammen, die mich sehr froh machen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass ich alleine wohne, was mir sehr gut tut. Aber viel wichtiger ist, dass mir die Mentalität hier zusagt. Irgendwie sind die Menschen hier entspannter und nicht so getresst. Ich merke richtig,welchen positiven Einfluss die Stadt auf mich hat anders als in Wien. Das hängt aber auch mit der Tatsache zusammen, dass ich mit der Uni nicht so viel tun habe und mir meine Freunde viel bewusster aussuche. Umso trauriger macht mich die Tatsache, dass ich  in 2 Monaten schon wieder weg muss. Die Zeit fliegt richtig davon. Dafür stehen mir danach wieder alle Türen offen, weswegen ich auch ohne Probleme wieder hierherziehen könnte, wenn ich wollen würde. Langsam sollte ich mir tatsächlich Gedanken machen, aber vielleicht reise ich auch erstmal und schaue dann, ob ich meinen Master mache oder mich schon nach Arbeit umsehe.

 

Bis bald meine Lieben!

29. Vier Länder..

10Okt2017

..habe ich vorgestern an einem Tag durchreist. Warum? Nun ja, wie ich bereits erwähnt habe, stand die Reise nach Wales an und bei der Hin- und Rückfahrt von Berlin, sind wir von Deutschland aus nach Belgien, Brüssel geflogen, dann mit dem Auto durch Frankreich nach Calais und dann mit der Fähre nach Dover in Großbritannien gelandet. Wenn man den Zeitraum auf 48 Stunden ausdehnen würde, könnte man Finnland hinzuzählen.

Leider mussten wir an beiden Tagen sehr früh aufstehen. Auf der Hinreise ging unser Flug sogar so früh, dass meine Geschwister und ich uns kurzerhand entschieden haben, am Flughafen zu schlafen, was ich auch noch nie in meinem Leben gemacht habe. Unser Flug ging nämlich um etwa 6 Uhr und da wir ohnehin noch sehr spät unterwegs waren, entschieden wir uns direkt zum Flughafen zu fahren. Dort angekommen, richteten wir uns ein Art Quartier in einem amerikanischen Diner-Restaurant ein. Hier ein Bild vom Original, so sah es dort aus:

Cindy´s Diner, airport Berlin Schönefeld.

Weiter hinten gab es diese typischen Bänke, die wir als Betten verwendet haben. Ich konnte nicht allzu lange schlafen, weil es sich allmählich füllte und lauter wurde. Anscheinend gab es gar nicht so wenig andere Passagiere, die auch einen frühen Flug kriegen mussten. Als wir in Brüssel angekommen sind, haben wir dann ein wenig auf unsere Eltern gewartet, die uns dann an einer 'drop and drive' Stelle aufegabelt haben. Glücklicherweise waren sie genau an der richtigen Stellen ohne das wir uns richtig abgesprochen haben. Somit ging es weiter in Richtung Calais, um dort die Fähre nach Dover zu nehmen. Auf der Fähre hatten wir dann ein ausgiebiges Picknick, da meine Mutter alles Mögliche mitgebracht hat. Von selbgebackenem Brot über Quiche bis hin zu laktosefreien Käse für meine Schwester. Was wünscht man sich bitte mehr!

In Dover angekommen ging es nach Newport, wo Verwandte von uns leben, die wir oft besuchen und bei denen wir übernachtet haben. Es gab mal wieder ein wunderbares Essen und alle brachten sich wieder auf den neuesten Stand der Dinge. Am nächsten Morgen mussten wir relativ zügig wieder los, um weiter nach Aberystwyth zu fahren, jedoch sahen wir einige der Verwandten paar Tage später wieder bei der Feier. In Aberystwyth logierten wir bei einem Freund der Familie. Ein paar Tage später feierten wir dann schließlich den 100. Geburtstag meiner Großmutter und fuhren zu der 'Nanteos Mansion' etwas abgelegen von der Stadt. Einer der schönsten Orte, die ich je gesehen habe, hier ein Foto:

Nanteos mansion

Dort gab es dann 'high noon tea', für gewöhnlich trinkt man dann nachmittags Tee und Kaffee und dazu gibt es Sandwiches, Scones und Küchlein. Es sah in etwa so aus:

high noon tea

Etwas später kam sogar jemand von der Zeitung vorbei, um ein paar Fotos zu machen. Meine Großmutter war sicher zum Teil perplex, weil wir auch viele Leute waren, aber ich hoffe sie hat es auch genossen. Sie war auf jeden Fall auch zu Scherzen aufgelegt. Um meine Gromutter zu zitieren:" the queen is a liar", als sie die eingerahmte Gratulation der Queen entgegennahm. Nach ihrer eigenen Aussage fühlt sie sich wie 17. Der Nachmittag war sehr schön und festlich. Die nächsten Tage sind wir mit ihr und Verwandten an den Strand gefahren, bis wir dann leider wieder fahren mussten. Auf dem Rückweg fuhren wir wieder bei unseren Verwandten vorbei und traten am nächsten Tag wieder die Rückreise über Frankreich und Belgien an. Wieder in Berlin, blieb ich für einen Tag, da der Flug erst am nächsten Tag war. Es war auch wirklich schön, mal wieder in Berlin zu sein, da Berlin zu meinen Lieblingsstädten gehört. Da die Zeit sehr begrenz war, hab ich nur einen Freund getroffen, den ich auch schon über ein Jahr nicht mehr gesehen habe, aber wer mich kennt, weiß, dass das bei mir oft die Regel ist, da ich viel unterwegs bin und noch nicht sesshaft geworden bin. 

Nachdem ich dann wieder in Helsinki war und mich erstmal etwa akklimatisieren musste, weil die Zeit schon echt intensiv war, fing ich am nächsten Tag wieder mit dem Arbeiten an und besuchte meinen Finnisch Kurs, den ich leider inzwischen abgebrochen habe. Der Grund dafür ist zum einen die Tatsache, dass ich durch die Reise nach Wales und der Grippe bereits 5 Einheiten verpasst habe und zum anderen ist der Unterrichtsstil nicht angemessen für Austauschstudenten. Ich persönlich finde, dass das Niveau zu hoch ist und auch der Inhalt ist doch sehr grammatiklastik, letzte Woche lerneten wir den 3 Verbtyp kennen. Für jemanden der Finnisch studiert oder längerfristig bleibt, ist das ideal, aber mir wäre es lieber gewisse Phrasen zu lernen oder Vokabular gemeinsam zu üben. Jetzt suche ich nach einer Alternative, um mir selbst die Sprache beizubringen. 

Am Wochende bin ich mit paar Freunden nach Turku gefahren, eine Stadt weiter westlich von Helsinki. Das Wetter war mal wieder fabelhaft und die Stadt auch sehr gemütlich. Leider haben wir uns mit der Zeit verkalkuliert, weil wir zu einem Schloss gelaufen sind, das 3 Kilometer von der Innenstadt war und das hat uns mehr Zeit gekostet, als wir dachten und zudem kam eine Freundin etwas später, die wir dann auch erstmal finden mussten. Dennoch habe ich einen sehr angenehmen Tag mit den drei Mädels verbracht und da der Buspreis mit 7 € für beide Strecken sehr günstig war, konnten wir die schlechte Kalkulation verkraften. 

Ich habe übrigens einen kleinen Beitrag in einer Zeitung mit anderen Austauschstudenten. Wenn dieser online ist, kann ich ihn ja hier mal verlinken.

Bis bald meine Lieben!

28. Tallinn und Porvoo..

25Sept2017

.. waren die beiden Städte, die ich letztes Wochenende besucht habe. Die eine Stadt ist die Hauptstadt von Estland und die andere liegt etwa 1h von Helsinki entfernt und ist eine Kleinstadt mit 50.000 Einwohnern.

Doch zunächst einmal zurück zur Gegenwart, denn ich fliege demnächst nach Berlin, um weiter nach Brüssel zu fliegen und dort dann mit meinen Eltern weiter in meine zweite Heimat Wales zu fahren. Meine Großmutter wird stolze 100 Jahre alt und das muss natürlich gebührend gefeiert werden und wir sind schon alle sehr gespannt auf den Brief bzw. Congratulatory Message der Queen. Diesen erhält man, wenn man 100 oder 105 Jahre alt wird oder auch wenn Paare ihren 60., 65. oder 75. Hochzeitstag feiern. Darauf freue ich mich schon sehr und ich bin gespannt wie Mamgu, so nennen wir sie auf walisisch, darauf reagiert. Außerdem freue ich mich immer, wenn ich meine walisischen Verwandten sehe, da wir uns früher noch häufiger gesehen haben und wir unzählige wunderschöne Sommer in Wales verbracht haben. Hier übrigens ein Foto von uns vor vielen Jahren und von Aberystwyth, der Geburtsstadt meines Vaters. 

  me and mamgu

Aberystwyth

Nun wieder zurück zu den Städtereisen. Nachdem ich ja dann wieder einigermaßen fit war, standen die beiden Kurztrips an. Am Freitag lud ich die beiden Freundinnen, die mit mir nach Tallinn fuhren, zu mir ein und bekochte sie, da mir beide zuvor erzählten, dass sie kaum selbst kochen würden. Da musste ich natürlich eingreifen und hab bei beiden den Ehrgeiz geweckt, auch etwas zu machen. Neben dem Hauptgericht, machte die eine Freundin typisch ukrainische Pfannkuchen mit einer Art russischen gesüßten Kondenzmilch:

Sweetened condensed milk

Und die andere Freundin, die aus Russland stammt, hat einen wirklichen leckeren alkoholfreien Punsch gemacht. Nach vielen tollen Gesprächen haben wir dann (nach einigen Schwierigkeiten) die Tickets gebucht. Das hatte leider auch zur Folge, dass wir am nächsten Tag sehr früh aufstehen mussten (6 Uhr) und die beiden waren fast bis 12 Uhr nachts bei mir.

Am nächsten Morgen haben wir uns dann am Hauptbahnhof getroffen, um dann gemeinsam mit der Tram zum Hafen zu fahren. Ich hatte ganz vergessen, dass Samstag war und natürlich viele Leute auch nach Tallinn reisen würden. Die Tram war dann dementsprechend voll, aber wir mussten diese nehmen, weil wir sonst zu spät gewesen werden. Ich hatte schon lange keine so angenheme Fahrt mit öffenltichen Verkehrsmitteln. Es hat alles geklappt und wir hatten dann eine erste Verschnaufspause auf dem Deck des Schiffes. Das Wetter war an dem Tag und auch am nächsten wirklich fantastisch, fast ein bisschen warm, wenn man in der Sonne stand. Da wir (fast) ganz oben waren, konnte man auch schnell raus und das habe ich dann auch ausgenutzt, denn ich finde es gibt nichts Schöneres, als am Deck ein Schiffes zu stehen und die Luft und den Wind zu genießen. Die Überfahrt dauerte etwa 2 h. Angekommen sind wir dann zu Fuß in die Altstadt gewandert, da der Weg nicht weit war und eine Fahrt mit dem Bus unnötig teuer gewesen wäre. Mir ist sofort augefallen, wie bunt die Häuser in der Altstadt waren und der Teil, durch den wir zuerst durchgelaufen sind, schien fast ein wenig verlassen. Dies änderte sich dann prompt, als wir mehr in Richtung Stadtkern gingen. Dort war dann mit der Zeit immer mehr los. Da wir unseren Trip recht kurzfristig gebucht hatten, haben wir uns nicht sehr viel informiert, weshalb unser Motto war, uns einfach treiben zu lassen. Ich muss auch meinen beiden Mitreisenden ein großes Lob aussprechen, weil ich ihre Gesellschaft als wirklich sehr angenehm empfunden hab. Das liegt wahrscheinlich darin, dass wir einige Ansichten teilen und eher entspannte Gemüter sind. Hier ein paar Eindrücke und übrigens das erste Bild zeigt den eher ruhigeren Teil der Altstadt von dem ich gesprochen habe.

 

 the ghostown part of Tallinn

me wandering around in Tallinn 

estonian and british flag

Tallinn city

Katja and me in Tallinn

 

Zwischendurch haben wir natürlich auch versucht Essen zu finden und landeten schließlich in einem kleinen Bistro in einer Buchhandlung, weil die Preise in der Altstadt natürlich an die Touristen angepasst wurden und teilweise übertrieben waren. Leider war das Essen dort ziemlich enttäuschend, obwohl das Bistro alles andere als schäbig aussah und auch das Essen sah hochwertig aus. Dennoch muss ich sagen, dass ich schon lange nicht mehr so schlecht gegessen habe, das Essen hatte einfach gar keinen Geschmack. Nach dieser kleinen Enttäuschung, die wir aber gut überstanden haben, sind wir kurzerhand zu einem Fastfood-Restaurant gegangen, um zumindest ein paar Fritten zu essen. Gestärkt ging´s dann weiter, um eine gute Aussicht zu finden. Wir waren nicht ganz erfolgreich, haben jedoch wieder mal schöne Ecken entdeckt, unteranderem ein Restaurant in einer kleinen Zwischengasse:

the tiny restaurant

Den Schlafmangel haben wir irgendwann dann doch gemerkt, besonders als wir uns auf den Rückweg gemacht haben. Immerhin waren wir um die 7 Stunden vorort und hatten dann nochmal 2 Stunden Fähre vor uns. Und nun zu einem besonderen Grund, warum viele nach Tallinn fahren. Es gibt da zum einen natürlich die Touristen, die dort hinfahren, aber genauso gibt es auch viele Finnen, die nach Tallinn reisen. Einer der Gründe ist Alkohol und das merkt man sehr stark, wenn man mit der Fähre zurück fährt. Ich schätze der Alkohol ist etwa ein Viertel günstiger, als in Finnland. Das Ausmaß ist aber richtig krass, ich hab noch nie so viele Leute mit solchen Sackkarren voll mit Kisten mit Alkohol gesehen und anscheinend ist das Gang und Gebe. Es bleibt natürlich somit auch nicht aus, dass viele Leute schon an Bord trinken. Das ein oder andere Gespräch musste ich dann doch mit alkoholisierten Leuten führen. Ein junger Mann wollte unbedingt, dass ich ihm ein Autogramm auf seinen Bauch gebe, was ich lachend abgelehnt habe. Meine beiden Freundinnen reagierten da schon eindeutig entnervter und schickten die Leute oftmals weg. Wieder in Helsinki angekommen, haben wir uns alle über unser Bett gefreut.

Am nächsten Tag ging es für mich dann wieder los, aber zum Glück viel später als den Tag davor. Ich traf mich erst um 11.30 Uhr mit einer größeren Gruppe von Austauschstudenten. Wir fuhren gemeinsam nach Porvoo, ein süßes Städtchen weiter östlich von Helsinki (Leider sind die Fotos nicht von bester Qualität, aber ich wollte dennoch welche einfügen). Die Stadt ist sehr beschaulich und auch nicht sonderlich groß, aber wirklich sehenswert. Besonders die Häuser in der Altstadt sind entzückend und auch der Tourismus ist hier nicht allzu groß. Da wir picknicken wollten, gingen wir alle erstmal zum Supermarkt um Sachen einzukaufen. Danach fanden wir einen schönen Steg, der direkt am Wasser gelegen war und aßen erstmal gemeinsam und unterhielten uns über dies und jenes. Dann machten wir uns auf den Weg den alten Bahnhof zu finden, was nicht allzu schwierig war. Da dort auch alte Schienen waren, liefen wir da ein wenig rum und balancierten zum Spaß auf den Gleisen herum:

 

old train tracks

 

train tracks

Es gab noch weiter Leute, die dazustoßen würden und diese holten wir dann am Bushof ab. Zwischendurch waren wir so 15-20 Leute, aber haben uns auch schnell wieder aufgeteilt, weil wir alle verschiedene Pläne hatten. Als nächstes haben wir die Kirche in der Altstadt besucht und zu meiner Freude fand dort am nachmittag ein Gospel Konzert statt, zu dem ein paar von uns gegangen sind. Dieses Ereignis war wirklich schön und auch ein wenig lustig. Der Chor, der dort sang, bestand aus verschiedenen Altersgruppen und auch einer kleinen Band. Es war so schön zu sehen, mit welcher Inbrunst die Chormitglieder sangen und wie viel Mühe sie sich mit ihren Outfits gemacht haben. Alle hatten ein weißes Oberteil/Kleid an und die Frauen trugen einen blauen Schal und die Männer blaue Krawatten. Warum diese Farben, lass hier mal offen, wahrscheinlich kommt ihr schnell drauf. Auf jeden Fall wirkte alles sehr liebevoll inszeniert, vom Einzug in die Kirche, bis zum Auszug am Ende. Was ich sehr niedlich fand, war die Tatsache, dass die Chormitglieder nicht nur sangen, sondern auch noch eine Choreographie einstudiert haben und das sogar zu fast jedem Lied. Besonders die älteren Männer wirkten etwas unbeholfen, aber das machte irgendwie den Charme der Aufführung auch aus. Zwischendurch gab kleiner Moderationen, die zu meiner Freude auch in schwedisch gehalten wurden, weshalb ich alles verstehen konnte. Das Highlight am Ende war, dass alle Besucher draußen vom Chor singend empfangen wurden. Das Erlebnis war wirklich toll, weil es sehr authentisch war und sicherlich nicht extra für die Touristen gemacht wurde. Danach sind wir wieder in die Natur gegangen, die wirklich wunderschön war und haben versucht langsam die anderen auch einzusammeln. Am Abend ging es dann wieder glücklich und zufrieden nach Hause.

 

view on the old town

church in Porvoo

sunset

Ich bin wirklich froh, dass wir an den beiden Tagen noch so schönes erwischt haben, weil es jetzt langsam wirklich kalt wird.

Neben den Reisen habe ich auch viel gearbeitet und viel auf den Kleinen aufgepasst, was mir wirklich Spaß macht. Wir verstehen uns gut und ich lerne ihn immer besser kennen. Ich glaube, dass er sich sehr wohl bei mir fühlt und ich bringe ihn oft zum lachen und dann sieht man seine zwei süßen Zähnchen. Wenn ich mit ihm draußen unterwegs bin, werde ich natürlich manchmal als seine Mutter verwechselt und dann merke ich, wie ich mich selbst auf Kinder freue, auch wenn das noch in weiter Ferne liegt, aber ich sehe das Ganze schonmal als kleine Vorübung des Mutterseins. 

Mein Finnisch geht leider schleppend voran, da ich krankheitsbedingt ja nicht gehen konnte und jetzt bin ich auch für fast 10 Tage weg, weshalb ich mich ranhalten muss. Selbst wenn es nicht klappen sollte, Hallo, Danke und Tschüss kann ich auf jeden Fall sagen, ohne dass mir jemand an der Kasse auf Englisch antwortet. Das ist schonmal was.

Die Wohnsituation ist nach wie vor gut, vor allen weil ich alleine wohne und das sehr entspannend finde. Nur bleibt es leider manchmal nicht aus, dass Leute in einem Studentenwohnheim feiern und in letzter Zeit ist es etwas extrem. Ich wohne im ersten Stock, also ziemlich weit unten und fast jeden Abend gibt es eine größere Gruppe von Austauschstudenten die sich abends vor dem Eingang treffen und dort trinken und reden. Leider sind es viele und leise sind sie auch nicht gerade. Aber ich hoffe mal, dass es ihnen bald zu kalt wird und sie sich woanders treffen. 

Außerdem ist mir aufgefallen, wie viele deutsche Studenten hier sind, weshalb ich (etwas unhöflicherweise) meistens direkt Englisch rede, weil ich es ein wenig satt bin, im Ausland zu sein und dann auf deutsche Leute zu treffen. Dafür können diese ja überhaupt nichts, nur ist mein Ziel nicht möglichst viele deutsche Freunde hier in Helsinki zu finden, da ich ja auch (unteranderem) viele tolle "deutsche" Freunde bereits habe, sondern andere Kulturen kennen zu lernen und Idealfall welche, die ich noch gar nicht kenne. Aber das Phänomen herrscht unter einigen Studenten hier muss ich sagen. Viele bleiben unter ihren Nationalitäten und zeigen teilweise wenig Interesse an anderen. Das finde ich etwas schade, aber zum Glück ist mein Freundeskreis (wenn man das überhaupt schon so nennen darf) sehr gemischt und alle Leute sind ja nicht gleich. So viel zu meinen Gedanken bezüglich der Woche.

Nähdään!

27. Filmstar..

21Sept2017

.. in der U-Bahn gesehen. Ich habe vor einiger Zeit einen finnischen Kinofilm gesehen (Love and other troubles) und gestern den Schauspieler in der U-Bahn entdeckt. Gut, ob er jetzt ein Filmstar ist, kann ich kaum beurteilen, aber auf jeden Fall musste ich kurz grinsen. So sieht er übrigens aus:

Jussi Nikkilä (Love and other troubles)

Die meiste Zeit lag ich tatsächlich im Bett und hab versucht mit Ingwer, Tee und Suppe wieder gesund zu werden. Natürlich konnte es für mich nich schnell genug gehen, aber nach einer guten Woche habe ich dann endlich die Grippe überwunden. Sicher kann ich jetzt nicht direkt wieder mit Sport anfangen, aber die Schlappheit ist endlich weg. Zwischenzeitlich (als ich eigentlich noch krank war) war die Dinner-Party. Ich hab mich dazu entschieden, dass wir Pizza machen und jeder einfach Zutaten mitbringt, weil das am einfachsten geht und jedem schmeckt. Der Abend war sehr lustig und schön, wenn auch ein wenig anstrengend für mich, weil ich gefühlt alle 5 Minuten runter musste, weil wir entweder was vergessen haben oder neue Leute ankamen. Meine Wohnung liegt im 1. Stock, der Gemeinschaftsraum im 9. Jetzt könnt ihr euch vorstellen wie oft ich mit dem Lift hoch und runter gefahren bin. Ich musste unten halt immer auf machen und oben kommt man leider ohne Schlüssel auch nicht rein. Aber natürlich war es die Mühe wert. Besonders der Sonnenuntergang war unglaublich, auch wenn die Fotos unten das nicht ganz einfangen, aber sie zeigen den Blick von der Terrasse aus und auch die Umgebung in der ich wohne.

rooftop

view of the sunset

we all in the common room

In der Zwischenzeit habe ich auch meine Wohnung ein bisschen verschönert, aber die Betonung liegt auf "ein bisschen", da es immer ein Dilemma ist, ob man sich jetzt Sachen für den kurzen Zeitraum kauft oder nicht. Auf jeden Fall habe ich eine kleine Collage gemacht (viele kennen diese besagten Collagen bestimmt) und meine Schränke etwas mehr gefüllt. Außerdem habe ich mir Zettel mit Vokabeln gemacht, damit ich diese einfacher lerne. Am Kühlschrank hängt ein Zettel mit Lebensmitteln und an der Wand die Zahlen. Hoffentlich wird das bald was.

Die zwei Babysitter-Familien sind jetzt zum Glück fest, weshalb ich mir weniger Gedanken über die Finanzierung machen muss, auch wenn man hier in Skandinavien nie genug Geld haben kann, weil viele Sachen leider sehr teuer sind.

Die finnisch-schwedische Familie hat einen 8-Monate alten Sohn, auf den ich jetzt bereits schon zweimal aufgepasst habe und die andere Familie hat eine Tochter die 5 ist und der Sohn ist 2 Jahre alte. Die Tochter bringe ich dann morgens mit der Tram zum Kindergarten.

Momentan passiert auch vieles in der Uni, aber ich glaube das ist hier im Blog eher uninteressant. Dennoch muss ich sagen, dass alles soweit gut läuft und Bedingungen prima sind.

Am Wochende werde ich nach Tallinn, Estland fahren und am Sonntag die Stadt Porvoo fahren, etwa 1h von Helsinki entfernt. Die Häuser dort sind sehr fabenfroh und niedlich:

 

Porvoo

 

Näähdään! (heißt übrigens bis bald)

26. Glücksspiel..

14Sept2017

.. gehört eigentlich nicht zu meiner Freizeitbeschäftigung, aber ich wurde quasi dazu gezwungen. Vor ein paar Tagen wollte ich meine Pfandflaschen zum Automaten bringen und ging zum Lidl. Beim Automaten angekommen, musste ich feststellen, dass alles nur auf finnisch war. Da Finnland ein bilinguales Land ist, ist fast alles auch auf schwedisch ausgeschildert. Deshalb verstand ich natürlich nicht, was an dem Automaten stand. Ich sah nur drei Angaben, mit drei verschiedenen Beträgen und wählte natürlich den Höchstbetrag aus, weil ich den auch ausgezahlt bekommen wollte. Als ich darauf drückte, erschien dieser typische Zufallsgenerator mit drei Bildern. Das hatte ich nun wirklich nicht erwartet und natürlich hab ich nichts gewonnen. Ich habe also das Geld auf dieses blöde Glücksspiel gesetzt und das Geld verloren. Nächstes Mal mache ich das definitiv anders!

Momentan bin ich leider krank, hab mir eine leichte Grippe eingefangen, aber zum Glück steht gerade nicht so viel an, weshalb das Timing nicht so schlimm ist. Trotzdem ärgert es mich natürlich, dass mein Immunsystem so schlecht geworden ist. Seit ich in Wien gewohnt habe, werde ich mindestens 3-4 Mal krank im Jahr, was davor eine Seltenheit war. Wahrscheinlich war das damals der Stress und der hat mich anfälliger gemacht. Hoffentlich lässt sich das in Zukunft ändern und ich bekomme nicht immer jede Grippewelle ab. Wie dem auch sei, habe ich natürlich trotzdem das ein oder andere erlebt..

Helsinki Design Week

 

Die Helsinki Design Week findet gerade statt und hat viele interessante Sachen zu bieten. Zum einen gibt es in der Stadt Installationen, die überall verteilt sind und über einen Stadtplan zu finden sind. Hier unten sitzen wir in einer Art Kugel die aus verschiedenen Pflanzen besteht.

plant installation

Bevor wir die anderen getroffen haben, waren ich und eine Freundin beim schwedischen Theater. An diesem Abend gab es einen 24 Stunden Vortrag, der auch im Internet live übertragen wurde. Davon wussten wir zuvor natürlich nicht und sind nur aus Neugierde reingegangen. Dort trafen wir einen Art Portier, der uns erst fragte woher wir kommen und dann begeistert war, als wir ihm mitteilten, dass wir aus dem deutschsprachigen Raum kommen und auch noch Theater studieren. Daraufhin führten wir ein sehr interessantes Gespräch mit ihm über die Theaterszene in Skandinavien im Vergleich zu Deutschland bzw. Österreich. Er konnte übrigens ziemlich gut deutsch und es stellte sich heraus, dass er damals (ich schätze ihn so auf etwa 40) auch Erasmus gemacht hat und unteranderem in Deutschland war. Er gab uns Tipps für unseren Aufenthalt in Helsinki und hörte nicht auf vom deutschen Theater zu schwärmen. Leider mussten wir weiter, aber er gab uns die Nummer einer Dame, damit wir billige Karten bekommen. Die Leute dort waren wirklich sehr nett und vielleicht ergibt sich für mich die Chance dort zu hospitieren oder vielleicht sogar zu arbeiten, wer weiß.

Ein paar Tage später waren wir auf dem Design Markt, wo sehr schöne und interessante Sachen verkauft werden. Am liebsten hätte ich mir dort Möbel für die Wohnung gekauft, aber leider ist das zu teuer und lohnen tut es sich auch nicht, da ich ja leider (vorerst) nur bis Dezember bleibe.

design market

Nachdem wir bei dem Design Markt waren, habe ich mich mit einer Babysitter Familie getroffen. Die Eltern sind bilingual, also schwedisch und finnisch und deren Sohn ist 8 Monate alt. Wir haben uns gut verstanden und eigentlich sollte ich ihnen gestern schon helfen, aber leider bin ich ja krank geworden. Zum Glück war das aber kein Problem. Sprich, ich hab einen Nebenjob, der mich auch noch richtig Spaß macht. Zurzeit bin ich auch mit anderen Familien im Gespräch und vielleicht arbeite ich noch für eine weitere Familie, die übrigens deutsch ist.

Am Anfang der Woche, hatte ich dann endlich auch Uni und zwar meinen Sprachkurs und eine Art Vorlesung zu Fernsehen- und Filmwissenschaften. Die Vorlesung ist zwar nichts völlig Neues für mich, aber trotzdem spannend, da ich es in einer anderen Sprache und auf einer anderen Universität mache. Als ich bei Sprachkurs war, durfte ich feststellen, dass ein Kursteilnehmer auch aus Wales kommt. Nächste Woche werde ich ihn mal fragen woher er stammt.

Ansonsten hatte ich Kontakt zu meiner Gastfamilie in Schweden, was sehr schön war und sie freuen sich schon sehr mich bald zu sehen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir nach 4 Jahren immer noch so ein warmherziges Verhältnis haben würden und vor allen Dingen so vertraut. Das ist ein wunderbares Gefühl.

Ich hab für Sonntag eine Dinner-Party in unserem "commonroom", von unserem Studentenwohnheim, organisiert. Das ist ein Art Wohnzimmer, was man 2 Mal im Monat reservieren kann. Dort war auch die Party mit den Nachbarn und dort befindet sich ein großer Raum mit Küche, Esszimmer und Wohnzimmer in einem. Außerdem haben wir dort eine Terrasse und zwei Saunas. Hoffentlich bin ich dann wieder fit.

Nähdään!

25. Wie eine Tomate..

07Sept2017

.. sehe ich gerade aus, weil ich in meiner Wohnung Sport gemacht habe. Der Grund ist zum einen, weil ich halt fit bleiben möchte, aber vor allen Dingen, weil ich mir auf lange Sicht eine Alternative zum Laufen überlegen muss, denn es fängt jetzt schon langsam an kalt zu werden. Es gibt natürlich die Möglichkeit in Fitnessstudios zu gehen oder Kurse zu machen, da Finnland aber allgemein schon teuer genug ist, spare ich mir das doch lieber gleich. Schließlich muss man für Sport nicht immer zahlen.

Aufgrund der Wetterbedingungen mache ich mir auch langsam Gedanken über meine Kleidung, denn einen Schal und Handschuhe habe ich selbstverständlich mitgebracht und auch den ein oder anderen Pulli. Doch, ob mein Mantel warm genug sein wird, wage ich zu bezweifeln. Tja, dass kommt davon, wenn man sich beim Packen halt entscheiden muss. Übrigens hier ein sehr schönes Bild von Helsinki im Winter:

Helsinki during winter

Nun zuletzt habe ich ja erwähnt, dass wir zu IKEA fahren würden. Das haben wir tatsächlich gemacht und wir sind auch mit dem besagten Bus dorthin. Dort angekommen haben wir erstmal was gegessen und eigentlich stelle ich immer wieder fest, dass das Essen nicht so gut ist, aber irgendwie ist das Ritual schön (auch wenn man damit einfach nur den Profit von IKEA steigert). Ich war sehr erleichtert, als ich dort Teller und Schüssel zu einem wirklich günstigen Preis gefunden habe und auch noch aus Porzellan. Als wir zurück wollten, haben wir festgestellt, dass der IKEA-Bus nur dreimal fährt, also hätten wir 2 Stunden warten müssen. Alternativ sind wir dann mit einem Linienbus gefahren, der uns schlappe 5,50 € gekostet hat, was ein Witz war, denn wir alle besitzten diese travelcard für die Helsinki-Zone, weshalb es sehr merkwürdig war, dass wir so einen hohen Preis gezahlt haben. Theoretisch hätten wir ja nur bis zur Zone zahlen müssen. Etwas verägert, aber froh über die Einkäufe fuhren wir dann heim.

Während ich das hier schreibe, merke ich wieder, wie schwierig es ist sich an alles zu erinnern, obwohl es gar nicht so lange her ist. Es passiert wiegesagt so viel, dass man echt ein wenig Zeit braucht um das im Kopf zu sortieren. 

Das untere Bild, was eine Freundin gemacht hat, wollte ich unbedingt zeigen. Aber ich weiß tatsächlich nicht mehr genau, wann das war und ob es vor oder nach unserem IKEA Besuch war. Natürlich weiß ich aber, was wir gemacht haben haha. Hier am Hafen gibt es abends Open-Air Kinos und zu diesm sind wir gegangen. Der Himmel war unglaublich schön wie ihr sehen könnt und auch die Atmosphäre war unglaublich. Es war nur unheimlich kalt am Abend, weshalb wir leider auch die meiste Zeit gefroren haben. Neben uns saßen Finnen, die natürlich optimal vorbereitet waren. Das Pärchen hatte sich einen Schalfsack als Decke mitgebracht und beide hatten dicke Jacken und Mütze und Handschuhe an. In Zukunft muss ich auch so organisiert sein, was das anbelangt. Auf dem Bild kann man auch schön die Pools sehen, die sich im Hafen befinden. Zwei davon haben seperates Wasser und einer hat das gleiche Wasser wie im Hafen. Selbstverständlich gibt es innen auch eine Sauna, wie könnte es anders sein. Ich hatte sowieso überlegt dort mal schwimmen zu gehen, aber da ich jetzt weiß, dass man das auch abends machen kann, reizt mich das noch mehr. Vor allem bei diesen Sonnenuntergängen. Ich gehe mal schwer davon aus, dass mindestend ein Pool beheizt ist.

Sunset © Lina

Was das Studium anbetrifft, so haben sich keine allzuschlechten Alternativen ergeben und die Professoren sind unwahrscheinlich hilfsbereit und auch nett. Das Vehältnis zwischen Studenten und Lehrenden ist nicht so autoritär, wie ich aus Deutschland oder Österreich kenne. Es ist absolut normal die Lehrenden mit Vornamen anzusprechen und auch der Umgang miteinander ist sehr locker. Aber es wird sich noch alles zeigen, da manche Kurse noch nicht angefangen haben.

Ansonsten war ich mit Freunden am Marktplatz und in der Markthalle am Hafen. Dort kann man tolles Essen kaufen, vor allen Dingen momentan noch viele Beeren, die hier in Finnland besonders gut sind. Neben dem Essen gibt es hier auch viele Stände, die Schmuck verkaufen oder Touristenartikel. Man kann hier überall ohne Probleme mit Karte zahlen, Bargeld haben hier die Wenigsten. Markthalle, sowie Marktplatz sind fast die ganze Woche geöffnet, weshalb man jederzeit dorthin kann. Der Hafen ist bereits einer meiner Lieblingsplätze in Helsinki.

 

 market square

market square

all sorts of berries

entrance of the market hall

market hall from the outside

inside the market hall

Ich freu mich schon, wenn ich endlich meinen Sprachkurs anfangen kann und mehr als hallo, danke und Auf Wiedersehen sagen kann.

 

Nähdään!

 

24.Genau seit 1 Woche..

02Sept2017

.. bin ich in Helsinki und es fühlt sich natürlich schon länger an. Nachdem der erste Tag des Welcome Fairs vorbei war, trafen wir uns am nächsten Tag etwas später, um gemeinsam in der Uni Mensa zu essen. Hier gibt es viele verschiedene Mensas, die zum Beispiel mehr südländisches Essen anbieten wie Pizza, Pasta oder Chili con carne oder eher finnisches Essen anbieten, was eher fischlastig ist. Nach dem Essen haben wir noch ein neues Mädchen aus unserer Tutorgruppe eingesammelt, da sie erst später angereist war. Wir haben ihr dann alles gezeigt und nett unterhalten und dann fing das ganze Chaos an.

(Beim Überfliegen ist mir wieder aufgefallen, dass ich der deutschen Sprache inzwischen nicht mehr mächtig bin, dies bitte ich zu entschuldigen. Die ganzen Sprachen hier machen einen manchmal wuschig und ich muss mich erst wieder daran gewöhnen.)

Am selbigen Tag sollten wir uns nämlich auch für die Kurse anmelden bzw. uns wurde dabei (mehr oder weniger) geholfen, da wir dafür in einen Extra-Raum gingen. Für die meisten stellte sich dann heraus, dass ganze "departments", also Art Fächer, nicht mehr existierten oder geändert wurden. Der Grund dafür war, dass es eine Erneuerung des Systems gab und somit viele Kurse nicht mehr so einfach zu finden waren. Selbst Pauliina, unsere Tutorin, die schon einige Jahre an der Universität studiert, meinte, dass selbst sie manchmal Probleme hätte passende Kurse zu finden und schließlich studiert sie in der Hauptsprache. Was mich betrifft, so hatte ich keine Probleme meine Kurse aus dem Learning Agreement zu finden, nur stellte sich heraus, dass alle Kurse, außer dem Sprachkurs, Prüfungen sind und auch noch alle am selben Tag. Zudem handelt es sich nicht etwa um drei Vorlesungen oder Art Seminare, sondern das Konzept dieser Kurse besteht darin, dass man mit dem Professor Literatur abspricht, diese dann lernt und diese bei der Prüfung schriftlich abgefragt werden. Also würde ich niemanden zu Gesicht bekommen außer vielleicht eine Lerngruppe. So hab ich mir mein Semester nicht wirklich vorgestellt. Zum Glück habe ich aber dann den ein oder anderen alternativen Kurs gefunden oder es scheint, als ob man für die Prüfungen eventuell Ersatztermine hat oder man kann die Prüfung in ein Art Essay umwandeln. Sprich alles ist noch leicht schwammig und schwer zu durchschauen, weil ich einfach ein andere Form des Studieren gewohnt bin, aber da es noch ein anderes Mädchen in meiner Gruppe gibt, die viele Fächer von mir auch hat, bin ich etwas beruhigt. Schließlich ist es auch Teil eines Auslandsaufenthalt mit solchen Situationen umzugehen und wenn ich viel jünger gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich Panik bekommen, aber inzwischen bin ich sowas gewohnt und kann mit sowas umgehen. Ich hatte auch wirklich noch Glück, weil wiegesagt, es gab auch ganze Fächerblöcke die weggefallen sind bzw. umstrukturiert wurden und einige meiner Gruppe haben leider noch viel größere Schwierigkeiten als ich. Ein spanisches Mädchen musste Helsinki bereits verlassen, weil ihre Heimatuniversität die neuen Kurse nicht akzeptiert hat, was natürlich einen Extremfall darstellt, aber viele waren zunächst ziemlich verzweifelt. 

Das alles liegt aber zum Glück auch schon einige Tage zurück und inzwischen haben sich Dinge geklärt, weil die Universität Helsinki sehr hilfbereit ist und es wird wirklich versucht uns zu helfen. Es wird uns sogar angeboten, dass die Universität Helsinki die Korrespondenz bezüglich des Learning Agreement mit unseren Heimatuniversitäten übernimmt, falls es Schwierigkeiten gibt. Ich muss jetzt auch wirklich sagen, dass das Registrieren für die Kurse die einzige nervige Angelegenheit der Woche war, ansonsten haben wir noch viele andere schöne Sachen gemacht.

Am Abend gab es eine Party in meinem Studentenheim. Oben haben wir einen Art "Club room" der zum einen zwei Saunas hat und einen großen Balkon, da der sich im 9. Stock befindet. Der Hauptraum dient als ein Wohn- und Esszimmer mit vollausgestatteter Küche. Die Idee war, dass wir Nachbarn uns mal kennen lernen. Ich hab ein paar aus meiner Tutorengruppe eingeladen und wir waren dort dann zu viert. Am Anfang waren alle leicht reserviert und man merkte, dass viele bei ihren Gruppen blieben, aber ein paar Biere und Stunden später, wurden die Leute gesprächiger und ich erfuhr endlich wer so alles auf meinen Flur wohnt. Meine direkte Nachbarin auf der rechten Seite ist eine sehr offene und lustige Spanierin und eine Tür weiter wohnt eine Jungs-WG mit drei Niederlänern und drei Deutschen. Mit zwei von den Niederländern habe ich mich gut verstanden und konnte somit wieder etwas niederländisch sprechen. Ansonsten waren auch Leute aus Großbritannien da, die aber leider etwas arrogant rüberkamen, aber eigentlich nett waren. Zudem hat man immer mal wieder mit verschiedensten Leuten gequatscht. Irgendwann bin ich aber auch ins Bett gegangen und viele zogen weiter zu einer großen Erasmus Party in der Innenstadt. 

Am nächsten Tag bin ich mit eine kleinen Gruppe Essen gegangen und zwar typisch finnisch, was man einfach einmal gemacht haben muss. Ein paar haben eine Fischsuppe probiert und ich und drei andere aßen einen Art Kartoffelbrei, rote Beete dazu verschiedenes Fleisch. Das Essen war wirklich fantastisch und von hoher Qualität. Leider hatte das auch seinen Preis, denn mit Wasser dazu habe ich 27 € bezahlt, aber es hat sich wirklich gelohnt und auch das Restaurant sah sehr niedlich und traditionell aus.

Restaurant Savotta

fish soup

almost the same as my dish

Später haben wir dann noch ein wenig die Stadt erkundet und unteranderem die russisch-orthodoxe Kirche besucht. Außerdem waren wir am Hafen, wo es oft einen Markt gibt, wo entweder finnische Touristenartikel verkauft werden, Schmuck oder auch Essen. Nicht unweit davon ist die Markthalle, die ich aber noch nicht besucht habe.

russian church

Einen Tag später gind es zu der bekannten Insel Suomenlinna, welche mit der Fähre in nur 10 Minuten zu erreichen ist und das Tolle ist, dass man mit seiner travel card umsonst reisen kann oder nur einen normal Fahrschein kaufen muss, wie wenn man Tram oder Bus fährt. Fall ich das richtig verstanden habe, handelt es sich dabei um einer ehemalige Festungsinsel, da es dort auch viele hohe Steinmauern gibt.

 

Suomenlinna

 

The island Suomenlinna

Gestern war ich bei einer "international dinner party", wo alle etwas aus ihrem eigenen Land mitbringen sollten. Da ich erst kurz vorher davon erfahren habe, habe ich leider nur Haribo mitgebracht, weil es keine Zeit gab etwas zu kochen, denn ansonsten hätte ich auf jeden Fall etwas gebacken, einen Apfelkuchen oder so. Dort traf ich dann wieder auf neue Gesichter. Die Gastgeberin hatte zwei Hunde, die wirklich süß waren, aber auch leicht unerzogen. Zum einen versuchten sie immer wieder ans Essen zu gehen und dann pinkelte ein Hund sogar auf ein Schuhpaar, was im Eingang stand. Na ja.. Später spielten wir ein lustiges Kenn-Lern-Spiel und zwar musste sich jeder reihum in seiner Landessprache vorstellen und der Nebenmann musste versuchen dies zu übersetzen. Da es zwei weitere deutsche Mädchen gab, hab ich mich auf schwedisch vorgestellt. Es war wirklich interessant so viele verschiedene Sprachen zu hören darunter zum Beispiel Farsi. Später ging es weiter zu einer Karaokebar, in der fast nur Finnen war, die sehr leidenschaftlich und inbrünstig irgendwelche finnischen Schlager trällerten. Das war sehr amüsant, aber irgendwann auch anstrengend, weil die Finnen wirklich sehr viel Alkohol trinken, obgleich es ja so teuer ist, aber anscheinend sind die Preise kein Hindernis.

Morgen geht es zum IKEA, es gibt sogar eigens einen Bus dafür der gratis ist. Das ein oder andere Küchenutensil brauch ich dann doch noch.

Terveisiä Helsingistä

 

23. Alkohol..

29Aug2017

.. ist hier unverschämt teuer. Zudem ist es selbstverständlich, dass man als junger Mensch seinen Ausweis vorzeigt. Stolze 10,80 € zahlt man hier etwa für einen halben Liter Bier in einer Bar, da kann das Oktoberfest in München einpacken. In Schweden war Alkohol schon teuer, aber hier explodieren die Preise förmlich. Da kam ich mit 4,40 € für eine Limonade noch gut davon. Doch nicht alles ist unverschämt teuer, denn in der Mensa kann man als Student für 2,60 € essen und auch der Lidl Supermarkt bei mir um die Ecke ist preislich völlig in Ordnung und leistbar.

Gestern Abend traf ich dann zum ersten Mal auf meine Tutorin und die Gruppe. Pauliina, unsere Tutorin, wollte uns zuvor treffen damit am nächsten Tag alles einfacher geht und man schon ein paar Bekannte Gesichter hat. Was mich zunächst gewundert hat, dass wir eine recht kleine Gruppe waren. Wir sind nur Mädels und insgesamt 7. Jeder kommt aus einer anderen Ecke. Ein Mädchen kommt aus St. Petersburg, eine andere aus Kiew, noch eine aus Warschau, dann gibt es ein Mädel aus West Virginia, eine andere aus Brügge und heute morgen kam noch ein Mädchen aus Taiwan dazu. Pauliina mochte ich sofort, sie ist eine sehr lustige und lockere Finnin, die sehr hilfsbereit ist und sich gut um uns kümmert. Denn am Anfang hören die Fragen, die man hat, leider nicht auf. Nach einer kurzen Reserviertheit haben wir uns eigentlich alle schnell verstanden und gingen vom Treffpunkt zu einer Bar, wo alle außer mir die besagten teuren Biere tranken. Jeder erzählte ein wenig und besonders die Amerikanerin hatte viele Fragen und auch die anderen befragten sie sehr viel. Die meisten am Tisch konnten zum Beispiel schwer nachvollziehen, dass in ihrer Wohngegend, in West Virginia, der Besitz von Waffen kein Problem ist und auch die Beschaffung derer ist absurd einfach. Aber auch andere Themen kamen auf, wie die Frage nach finnischem Essen, Musik oder auch der Sprache. Jeder hat ein bisschen was erzählt und Pauliina gab uns schon einen kleinen Vorgeschmack auf das Leben in Finnland. Irgendwann waren dann auch alle müde, denn einige sind sogar erst am selben Tag angereist und hatten teilweise ihre Wohnungen noch gar nicht und mussten zurück ins Hostel. Das Mädchen aus Warschau sagte mir, dass sie für 2 Nächte in einem Hostel 100 € bezahle, wohlgemerkt in einem Hostel und sie schläft mit anderen in einem ZImmer. Da war ich schon froh, dass ich zumindest schon meine Wohnung hatte.

Am nächsten Morgen ging es dann wieder recht früh raus, weil der offizielle Teil begann. Zunächst gab es ein organisatorisches Treffen in einem der Lesesäle, für die Leute, welche ihre Gruppe noch nicht kannten und kurze Informationen über das Universitäts Gelände. Spätestens da konnte ich dann auch feststellen, dass es weitaus mehr Erasmus Studenten gab und mir leuchtete ein, dass es kleiner Gruppen gab, um alles übersichtlicher zu gestalten. Lustigerweise trugen viele der Tutoren Art Overalls, welche die einzelnen Fakultäten repräsentieren. Das scheint irgendwie eine Tradition in Finnland zu sein. Man trägt diesen nur bis zur Hüfte und bindet die Ärmel um den Bauch/Hüfte, wie ihr unten auf dem Bild sehen könnt.

finnish student suits

Und dann fing der ganze Spaß an. Erstmal zeigte uns Pauliina sämtliche wichtigen Gebäude, darunter die Bibliothek oder das Sprachenzentrum. Natürlich war viel los und überall hörten man verschiedene Sprachen oder auch ganz viel finnisch, da es natürlich nicht nur Eramus-Studenten gibt, die an der Universität anfangen. Sich die ganzen Wege zu merken, wäre undenkbar, aber den Stempel für die travel card, ein Art Semesterticket, bekamen wir bereits in der Bibliothek, weshalb wir dies später nicht mehr machen mussten. Dann gingen wir zurück zum Eramus Stand, wo viele organisatorische Dinge geregelt wurde. Dies geschah in 10 Schritten. Erstmal bekam man eine goody bag und eine Flyer in die Hand gedrückt und gingen wir 9 weitere Räume, in denen man z.B. das attendance paper bekommen hat oder sich sogar in der Stadt registrieren konnte um einen "personal identity number" zu bekommen, die sehr verbeitet ist in Skandinavien. Ohne diese Nummer ist man eigentlich sehr aufgeschmissen. Außerdem konnte man sich über viele Sachen informieren, wie Sport- und Sprachkurse oder die Studentenkarte, die wohl eine der besten in Europa ist. Das waren auf jeden Fall sehr viele Informationen auf einmal, aber es wurde sich auch um viel gekümmert. Nachdem wir dann irgendwann endlich durch waren, sind wir zu einer Kantine gegangen, um das Essen mal auszuprobieren und ich muss sagen, es ist gar nicht so schlecht und der Preis ist wirklich unschlagbar. Da lohnt es sich teilweise nicht selber zu kochen, obwohl ich das eigentlich gerne mache. Als letztes haben wir dann unsere travel card gekauft, weil man erst diesen gestempelten Wisch brauchte für den Rabatt. Der öffentliche Nahverkehr ist wirklich gut und obwohl ich ein Stückchen vom Zentrum wohne, brauche ich mit dem Zug nur 5 Minuten, bis ich in der Innenstadt bin. Jetzt konnten wir auch endlich günstiger fahren. Ich will gar nicht wissen, wie viel ich die ersten Tage ausgegeben habe, aber schließlich muss man viele Sachen anschaffen. Danach wurden wir dann erstmal entlassen und fuhren alle nach Hause.

Es sind dann doch wirklich viele Eindrücke am Anfang, die man verarbeiten muss, aber als ich gestern zum ersten Treffen ging, war ich etwas früher in der Stadt und bin etwas rumgelaufen und muss sagen, dass ich mich sehr wohl fühle und interessant finde, dass Helsinki eindeutig nordisch ist und dennoch einen leichten russischen Einfluss besitzt. Diese Mischung finde ich enorm spannend, weil ich zum einen die teilweise alte Architektur wunderschön finde und Helsinki trotzdem sehr modern wirkt.

Terveisiä Helsingistä

 

Trams in Helsinki

22. Der Kampf zwischen mir..

28Aug2017

..und dem Internet hat die Ankunft in Helsinki eingeleitet. Bis vor einer Stunde hatte ich hier kein Internet, aber zum Glück habe ich dieses Problem inzwischen (allein) gelöst, auch wenn viele Menschen versucht haben mir zu helfen, aber wirklich Ahnung hatte keiner. Dazu später mehr..

Ich entschuldige mich jetzt schon für Rechtschreibfehler, da ich alles schnell abgetippt habe, um nichts zu vergessen. Ob ich dann auch wirklich alles reingeschrieben habe, was ich wollte, weiß ich dann auch nicht haha und noch ein Disclaimer, denn die Fotos im Blog stammen meist aus dem Internet oder von Freunden, weil ich nur eine analoge Kamera besitze. Ich besitze natürlich keine Rechte an ihnen, sondern sie dienen lediglich der Veranschaulichung.

Nun zu meiner Anreise. Ich bin vom Flughafen Düsseldorf gestartet, dann in München zwischengelandet, um dann schließlich in Helsinki zu landen. Die Flüge waren recht angenehm und größere Probleme außer eine leichte Verspätung gab es nicht. Auf dem Flug nach München, saß eine griechische Studentin neben mir, die Freundinnen in Köln besucht hat und aus Athen kommt. Als wir anfingen in die Luft zu gehen, beugte sie sich leicht zu mir, weil ich am Fenster saß und schaute schier begeistert raus. Sie betonte mehrfach wie schön Deutschland doch sei und ich fing an leicht zu lachen und sagt nicht dazu, denn ich freute mich einfach nur über ihre Euphorie. Der Flug ging sehr schnell und in München angekommen, hatte ich noch ein wenig Zeit bevor es los ging. Der zweite Flug um 15 Uhr dauerte etwas länger, so 2,5 h und um 19 Uhr kam ich dort an, weil wir zum einen Verspätung hatten und zum anderen, weil es in Helsinki eine Stunde später ist, als in der Zeitzone Berlin. Als ich im Bus zum Hauptbahnhof saß, musste ich zugeben, dass ich mich ein wenig in die Zeit in Schweden zurück versetzt gefühlt habe. Die Landschaft ist zum Teil ähnlich. Nur die Sprache ist natürlich total anders. Es fällt mir momentan noch sehr schwer etwas zu verstehen, deswegen hoffe ich so bald wie möglich einen Sprachkurs machen zu können. Angekommen am Hauptbahnhof, wurde ich von einem Bekannten empfangen, der mir die Schlüssel zu meiner Wohnung vorher abgeholt hat, da die Büros am Wochenende nicht auf haben. Dieser war dann auch so freundlich mir den großen Koffer abzunehmen und mir den Weg zum Zug zu zeigen der zu meiner Wohnung führte. Nachdem wir uns nett unterhalten haben, stieg ich in den Zug, weil ich einfach nur duschen wollte und ins Bett. Die Wohnung zu finden war gar nicht so einfach, weil die Gegend in der ich wohne ist voll von Hochhäusern und zu Anfang nicht ganz so übersichtlich. Nach etwa 30 min habe ich sie dann endlich gefunden. Normalerweise braucht man 5 min von der Station zur Wohnung, aber gut, nachher ist man immer schlauer. Ich muss schon sagen, dass wenn man unten reinkommt, der Flur einen Jugendherbergecharakter hat, aber ich habe auch noch nie in einem Studentenwohnheim gewohnt. Im ersten Moment etwas ungewohnt, aber irgendwie auch nett. Unten stehen viele wichtige Informationen und unten im Keller befindet sich der Waschraum, der Müllraum und die Saunas. Ich war sogar schon dort, habe mich aber etwas verlaufen und nach langem Suchen wieder den Ausgang gefunden, weil dort unendlich viele Türen sind. Ich hatte vergessen, dass meine Wohnung nur ein Stockwerk höher ist und fuhr erstmal in den 4, wo ich dann natürlich feststellen musste, dass ich falsch bin. Aus Ungeduld habe ich einfach meine Koffer die Treppen runtergeschleift, bis ich dann endlich vor meiner Tür stand. Und nein, keine Sorge Mama und Papa, die Koffer sind natürlich heile geblieben haha. Wenn man in die Wohnung rein kommt, sieht man erstmal einen riesige Schrankkonstellation, wo wirklich sehr viel reinpasst muss ich sagen. Auf der linken Seite befindet sich das Bad mit Klo und dann kommt man über einen kleinen Gang in den Hauptraum. Dort befindet sich auf der linken Seite eine vollausgestatte Küche mit einem riesigen Kühlschrank, warum auch immer haha.. In der Mitte des Raumes befindet sich ein Tisch mit 4 Stühlen und in der rechten Ecken, hinter einen kurzen Wand befindet sich das Bett. Als ich ankam fehlten mir für dieses besagte Möbelstück erstmal die Worte. Leider nicht aus Freude, sondern eher aus Entsetzen. Man kann sich das Bett etwa wie ein Art Campingbett vorstellen, nur ein wenig robuster, also nicht zum einklappen. Sicher brauche ich kein King-Size-Bett und ich kann auch ohne großen Luxus auskommen, aber das Bett ist leider echt ein Witz. Nichts desto trotz muss ich sagen, dass die restlichen Möbel in einem wirklich guten Zustand sind und auch nicht allzu hässlich. Allem in allem ist die Wohnung echt toll und absolut studentengerecht, aber das hat auch leider seinen Preis. Der Wohnungsmarkt in Helsinki ist wirklich krass. Das erste was ich versucht habe, war natürlich ins Internet zu kommen und das war dann der zweite Reinfall nach dem Bett. Es gibt kein öffentliches WLAN, sondern jede Wohnung hat sein eigenes, was ich erstmal gar nicht so schlecht finde, aber um an dieses WLAN zu kommen, habe ich fast 2 Tage gebraucht. Als sich nichts tat, bin ich im Flur rumgelaufen und hab sämtliche Leute gefragt, ob sie eine Ahnung hätten, wie man das Internet installiert. Manche hatten selbst keines, andere hatten durch Mitbewohner schon bereits welches und wussten deshalb nicht, wie man an das WLAN kommt. Dabei habe ich bereits paar Nachbarn kennen gelernt, die um die Uhrzeit auch nicht mehr ganz so nüchtern waren haha. Nachdem alles nichts geholfen hat, habe ich erstmal alles ausgepackt, mit meiner Familie telefoniert. Am nächsten Tag versuchte ich erneut mein Glück mit dem Internet und traf eine aus meiner Nachbar-WG an, die zumindest ein wenig Ahnung zu haben schien, dennoch half mir das leider auch nicht weiter. Aber ich erfuhr immerhin wer neben mir wohnt und lustigerweise besteht die 6er WG hauptsächlich aus Deutschen, Niederländern und auch Österreichern. Was für ein Zufall. Ich beschloss dann erstmal einen Ort aufzusuchen, der Internet hat und ging dann in eine Art Messehalle, um die Informationen zu den ganzen Treffen einzuholen. Als ich dann wieder zuhause war, hab ich es nochmal versucht, um dann endlich die Lösung zu wissen. Einen Schritt auf der Internetseite konnte ich einfach überspringen, weil ich keine finnische "social security number" habe, die es oft in Skandinavien gibt. Das einzige Problem war, dass es trotzdem nochmal 1 Tag gedauert hat, bis ich schließlich WLAN hatte. Umso mehr habe ich mich gefreut, als es endlich da war. Wie sehr man sich über sowas freuen kann. Heute Abend werde ich zum ersten Mal meinen Tutor und andere Erasmus-Studenten kennen lernen und die Tage darauf gibt es viel Programm.

Ich kann auf jeden Fall schonmal sagen, dass es sich zunächst einmal gut anfühlt hier zu sein und das bisschen, was ich sehen konnte nicht allzu schlecht war. Aber alles Weitere wird sich zeigen.

Bin schon sehr gespannt und bis bald!

Anbei sind noch ein paar Bilder.

central station Helsinki

University of Helsinki

21. Helsinki..

25Aug2017

.. ist mein neues Ziel. Endlich geht es für mich wieder nach Skandinavien, was viel zu lange gedauert hat. Dort werde ich ein Erasmussemester verbringen und bis Dezember bleiben. Auf den Moment habe ich lange gewartet, wenn ich auch meine Erwartungen sehr runtergeeschraubt habe, um das ganze realistisch anzugehen.

Heute ist der Abend vor dem Abflug und es war ziemlich schwer zu entscheiden, was ich tatsächlich mitnehmen will und was nicht, weil ich ja nicht in den Urlaub fahre, sondern dorthin ziehe. Wenn man per Flugzeug umzieht ist es jedenfalls nicht ganz so einfach. Was schafft man vor Ort an, was lohnt sich mitzunehmen? Zudem man als Student ja nicht über allzuviel Geld verfügt und auch weil mein Aufenthalt recht begrenzt ist. Also fiel die Entscheidung so aus, dass ich auf Sachen wie meine ganzen geliebten Mäntel und Jacken verzichte, Schuhe oder auch auf zu viel Geschirr. Jetzt sind die Koffer (22:25 Uhr) endlich geschlossen. Ich sehe mich schon schwitzend am Flughafen, aber nicht vor Nervosität, sondern weil ich so viel wie möglich anziehen werde, um wenigtens zwei Jacken zu haben haha. Aber darin bin ich schon geübt, nach meiner zweiten Einreise nach Stockholm damals nach Weihnachten.

Morgen sehe ich dann auch zum ersten Mal meine Wohnung in dem Studentenheim der Organisation HOAS, welche ich alleine bewohnen werde. Die Neugierde ist riesengroß und es fühlt sich bisher sehr richtig an. Noch möchte ich nicht sesshaft werden und endlich bin ich wieder an einem neuen Ort. Es ist wunderbar verschiedene Kulturen kennenzulernen. Dies bringt einen auch zwangsläufig näher zur eigenen Kultur.

Die nächsten Tage also, werde ich vermutlich meine Wohnung etwas einrichten. Dann wird es eine Art Orientation Week für Erasmus Studenten geben, in der man Mitstudenten trifft und viel Organisatorisches regeln kann, wie Kursanmeldungen (ja man bekommt tatsächlich Hilfe dabei haha), die Travel card oder auch Sprachkurse. Selbstverständlich werde ich versuchen Finnisch zu lernen, mal sehen ob mir das gelingt. Aber zumindest kann ich mein Schwedisch aufbessern, da es in Finnland die zweite Landessprache ist. Und Anfang September fängt dann die Uni an. Bin schon sehr gespannt, wie das Bildungssystem dort so ist. Bisher kenn ich ja das deutsche sehr gut und nach Wien auch das österreichische. Neben der Uni hoffe ich natürlich die Stadt genießen zu können. Mich interessiert nicht nur die Stadt, sondern auch die Natur, von der Helsinki umgeben ist. Bin schon sehr gespannt!

Gute Nacht und hoffentlich auf viele weitere Berichte meinerseits!

20. Oh ich liebe..

14April2016

.. die skandinavische Musik. Hier ein paar meiner Lieblingskünster:

https://www.youtube.com/watch?v=U1s99UxNdZY

https://www.youtube.com/watch?v=5NmjJeNFUVU

https://www.youtube.com/watch?v=uyPOTmPcNro

https://www.youtube.com/watch?v=mZTb8WxEW78

https://www.youtube.com/watch?v=erJNDuhM5Lc

https://www.youtube.com/watch?v=Z9wxcTvZ-Os 

https://www.youtube.com/watch?v=d_HlPboLRL8

 

 

 

19. Und jetzt..

09Sept2014

.. fange ich bald mein Studium in Österreich an. Nur für den ein oder anderen den es interessiert ;-)

Ich werde Theater-,Film- und Medienwissenschaften an der Universität in Wien studieren und bin schon sehr gespannt wie das alles sein wird. Mein Plan war eigentlich auch Skandinavitik zu studieren, nur das Problem ist, dass ich in Deutschland Filmwissenschaften nicht studieren kann, wehalb ich nach Österreich gehe, an der Uni gibt es sogar beides, nur wird in Österreich nicht zwischen Haupt- und Nebenfach unterschieden und dann würde ich zwei gleichwertige Bachelorstudiengänge studieren müssen und das wäre unwahrscheinlich viel und zeitaufwendig, leider. Dann muss ich halt nebenbei einen Sprachkurs machen und schwedische Leute in Wien kennenlernen.. :D

Grundsätzlich muss ich sagen, dass das Zurückkomen nach Hause komisch war. Eigentlich hatte sich nicht enorm viel verändert, aber ich selbst passe hier nicht mehr so richtig rein, zumindest langfristig. Natürlich ist es toll immer wieder nach Hause zu kommen, aber halt auch nur für eine kurze Zeit und nicht 3 Monate :D Ich stehe immer noch in Kontakt mit meiner Familie und ich muss sagen, dass ich besonders die Kinder vermisse, manchmal würde ich am liebsten einfach um die Ecke gehen und sie kommen mir entgegegen gelaufen. Zwischendurch hatte ich auch eine Telefonat mit den Kindern und sie waren alle drei ziemlich traurig und wollten, dass ich zurückkomme, aber natürlich geht das nicht, aber ich werde versuchen sobald wie möglich wieder nach Schweden zu reisen ! Ich mein, ich hatte die tollste Gastfamilie, die man sich vorstellen kann, das wurde mir auch wieder richtig bewusst. Sie schreiben mir jedes Mal, ich bin jederzeit willkommen und ich soll doch bald mal wieder vorbeischauen. Das werde ich mit Sicherheit !!

18. Krass..

24Juni2014

 .. mein letzter Eintrag aus Schweden. Aber vorher noch zu dem was alles passiert ist..

 

Also ein Freund von mir hatte Besuch aus der Heimat und eine andere Freundin hatte ihr letztes Wochenende und da der Freund sturmfrei hatte, haben wir eine Party veranstaltet. Wir waren so etwa 10 Leute und es gab sehr viel Alkohol, aber es wurde durchaus auch etwas gegessen. Wir sind von seinem Steg mit dem Boot gefahren und haben die meiste Zeit Trinkspiele gepsielt oder zusammen oben auf der Terrasse gesessen. Irgendwann, als wir schon gut getrunken haben, kam jemand auf die Idee ins Wasser zu springen, und fast alle folgten und dann ging es in die Sauna, die auch unten am Steg war. Später wurde einfach nur noch mehr getrunken und der Rest ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt :D Ich kann nur sagen, dass ich irgendwann voll den Hubbel unterhalb meines Knies hatte und nicht wusste vorher der kam. Am nächsten Morgen hatte ich dann einen riesigen blauen Fleck. Es war wirklich ein sehr unterhaltsamer Abend !! Danke an dich nochmal Fabi, dass wir alle vorbeischauen durften ;)

Eine Woche später bekam ich dann nochmal richtig Besuch und zwar von 3 meiner 4 Geschwistern. Es war schon komisch sich nach etwas längerer Zeit wieder zu sehen, vor allen Dingen da ich meinen Bruder fast 10 Monate nicht gesehen habe. Meine Gastfamilie ist zum Sommerhaus gefahren, weshalb wir das Haus fast eine Woche für uns hatten, deswegen sind meine Geschwister auch für eine ganze Woche gekommen. Am ersten Tag haben wir uns einfach Stockholm angesehen, sind in Cafés gegangen und abends hab ich ein paar Leute eingeladen und Tacco essen, damit die mal meine Geschwister kennenlernen. Am nächsten Tag ist nichts besonderes passiert, ausser, dass unsere älteste Schwester abends angekommen ist. Freitags hat es total geregnet, weshalb wir einfach im Haus geblieben sind und abends noch zu einem Freund in die Wohnung und haben da gemütlich gesessen und geredet. Am Samtag waren wir wieder in der Stadt und sind später zu der schönen Insel Vaxholm gefahren und haben uns dort einfach ans Wasser gesetzt und Eis gegessen und später wieder nach Hause. Sonntag war auch nichts besonderes, soweit ich mich erinnere und dann am Montag sind wir zu viert zu Junibacken gegangen, ein Museum für Kinder. Dort sind verschiedene kleinere Welten aufgebaut basierend auf die populäre Kinderliteratur. Natürlich meistens Astrid Lindgren, aber auch andere, die in Deutschland nicht so bekannt sind. Da sieht man unteranderem das Haus von Karlsson vom Dach oder Mumins Haus, wenn man den kennt aus IKEA oder so. Dann gibt es da auch so eine Rundreise, man sitzt quasi in einem kleinen Wagon und sieht Miniaturwelten von den ganzen Astrid Lindgren Figuren. Währenddessen wird erzählt und die Figuren bewegen sich teilweise. Ganz am Ende kann man einen Nachbau von Pippi Langstrumpfs Haus sehen. Das war wirklich sehr schön. Meine älteste Schwester ist dann am nachmittag abgereist und die anderen beiden am nächsten Morgen.

 

Zusammen am Wasser.. Mein Bruder und ich..

 

Danach kam zwischendurch nochmal Besuch von einem ehemaligen Freund von uns allen, der bis Weihnachten auch hier Au-Pair war. Wir sind alle zusammen feiern gegangen, war ein richtig guter Abend !!

 

Nach der Party..

Das gleiche Wochenende war auch eine Freundin von mir in Stockholm mit ihren Freund und wir haben uns auch ein paar Mal getroffen. Wir sind unteranderem auch nochmal zu Vaxholm der Insel gefahren, zusammen mit einer niederländischen Freundin von mir.

 

Der Besuch.. Meine niederländische Freundin und ich in Vaxholm..

Zwischendurch musste ich natürlich auch arbeiten und mich um die tollen und lieben Kinder kümmern, die letzten Wochen. Habe dann zwischendurch mir ein Kleid für Midsommar gekauft und die letzten Male noch Freunde von mir getroffen. Natürlich habe ich auch die Fussballspiele verfolgt und ich muss sagen, dass ich mich wirklich für Deutschland und die Niederlande freue, auch wenn manche vielleicht nicht verstehen können, dass ich gleichzeitig für beide Länder bin :D Schweden hat es ja leider überhaupt gar nicht erst in die WM geschafft. Dann stand auch schon Midsommar vor der Tür. Freundlicherweise wurde ich von dem Gastvater eines Freundes eingeladen, bei deren Midsommarfeier teilzunehmen. Erstmal wurden wir zu dritt von seinem Gastvater und den beiden Söhnen abgeholt, weil die Feier auf einer Insel stattfand. Es gab eine relativ großen Steg und rechts davon eine kleinen Strand. Der Steg mündete quasi in eine Terrasse worauf das Festzelt stand, weil es Tradition ist Midsommar drausse zu feiern und nicht im Haus. Kurz nachdem wir da waren, schon so gegen 11, fing schon das erste Essen an. Es gabrohen Lachs mit einer sehr schwedischen Soße dazu, die besteht aus Senf und Kräutern glaub ich. Dann noch eingelegter Hering und verschiedene Salate. Zu dem Zeitpunkt fängt man schon an Alkohol zu trinken und dann singt man traditionell viele Trinksprüche. Ich hab irgendeinen Schnaps in die Hand gedrückt bekommen und hab den einfach ausgetrunken und hab dann nach 1 Minute festellen müssen, dass der doch tatsächlich 50 % hatte, und ich hatte davor schon etwas getrunken. Deshalb hab ich danach sehr viel Brot gegessen, weil ich nicht schon um 14 Uhr mittags enorm betrunken sein wollte. Da es aber echt viel zu Essen gab, ging es dann irgendwann auch wieder. Die Gäste dort waren hauptsächlich eher was älter, so um die 40-50 Jahre, aber es gab auch einige Kinder dort, die teilweise wirklich sher sehr lieb waren. Eigentlich sollten wir zelten, aber dann hat uns die Gastfamilie freundlicherweise ihr Boot angeboten, was uns gelegen kam. Zwischendurch wurde auch eine Softeismaschine angemacht, aber davor gab es diesen traditionellen Tanz um den Majstång, wo wir auch gesungen haben, das war sehr lustig und hat viel Spaß gemacht. Danach gab es Spiele, unteranderem Tauziehen oder Wettbewerbe zwischen zwei Teams. Danach gab es Fika, also Kaffee und Kuchen und am späten Abend gab es gegrilltes. Wir haben auf jeden Fall viele interessante Leute getroffen und die waren alle wirklich sehr nett. Der Sonnenuntergang war unglaublich und auch die Gegend auf der Insel, man ist direkt mitten in der Natur. Es gab noch ein Lagerfeuer und später haben wir dann noch ein wenig getanzt, bevor wir aufs Boot schlafen gingen. Am nächsten Tag haben wir natürlich noch geholfen, ein wenig auf der Insel entspannt, bis wir dann etwa um 16 Uhr nach Hause gefahren sind. Ich bin wirklich sehr froh, dass ich so ein tolles und auch traditionelles Midsommar mitmachen durfte !!

Die Aussicht im Zelt.. Beim Essen und Trinken.. Der Midsommarbaum.. (man muss dazu sagen, das ist nicht der Original) Auf dem Steg.. Das Festzelt..

Jetzt gerade sitze ich hier und packe meine letzten Sachen, weil ich morgen schon wieder nach Hause fliege. Das ist das komischste Gefühl der Welt. Ich muss sagen, dass es mir nicht soo schwer fällt meinen Freunden Tschüss zu sagen, da ich sie ja in Deutschland wiedersehen kann, aber es ist sehr schlimm für mich, die Familie zu verlassen, vor allen Dingen die Kinder. Die Kinder sind wie meine eigenen Geschwister und für mich war das alles andere als Arbeit. Ich hab unglaublich gerne Zeit mit ihnen verbracht, auch wenn ich vielleicht schon "offiziell" Feierabend hatte, habe ich meine freie Zeit sehr sehr gerne für sie geopfert !! Das Au-Pair-sein hat einfach 100%tig zu mir gepasst. Es ist auch unglaublich, wie viele Leute ich in dieser Zeit kennen lernen durfte. Viele deutsche Au-Pairs, aber auch schwedische Leute und Leute aus anderen Ländern. Ich glaub ich hab bis jetzt das schönste Jahr meines Lebens verbacht und hoffe darauf, dass die nächsten Jahre auch einigermaßen glücklich werden, denn hier habe ichunwahrscheinlich viel erreicht. Ich habe mich im Ausland in einer neuen Gegend zurecht gefunden & dieses Land auch kennengelernt, mir ein fantastisches soziales Umfeld aufgebaut, eine neue Sprache gelernt (die ich noch weiterlernen werde ), mehr Selbstvertrauen% Selbstständigkeit undveine unglaublich tolle Familie gefunden, bei der ich jederzeit wieder willkommen bin. Hoffentlich kann ich nachdem ich mit meinem Studium in Deutschland angefangen habe, bald wieder ins Ausland, denn ich möchte recht bald wieder weg, solange ich noch kann.

Übrigens, find es echt cool, dass der ein oder andere diesen Blog gelesen hat, hätte ich echt nicht gedacht, als ich angefangen hab, da ich immer drauf los schreibe und Rechtschreibfehler so gut wie gar nicht beachte, vor allen Dingen wo ich jetzt im Ausland bin/war. Ich bin auch ein bißchen stolz, dass ich es geschafft habe den Blog zu Ende zu führen.

Jetzt aber ist Schluss...

Tusen Tack Sverige, jag kommer sakna dig och jag hoppas verkligen vi ses snart igen,vänta på mig !!:D

 

 

 

17. Alter Schwede..

18Mai2014

..wie die Zeit vergeht. Es ist einfach unglaublich, Ende Juni bin ich schon wieder zurück und dieses Gefühl ist unwahrscheinlich komisch. Ich bin auch immer noch baff, dass Leute das hier wohl wirklich noch lesen, da weder mein Schreibstil, geschweige denn meine miserabel zusammengewürfelten Fotos gut sind. Nun ja, aber schließlich möchte ich das hier auch später nochmal lesen, um mich an die Zeit zu erinnern. Werde vermutlich dann im Wintersemester mit Skandinavistik und Filmwissenschaften anfangen, aber erstmal noch zu dem was hier momentan noch so passiert.

Alsooo, ich glaub das letzte was ich geschrieben habe, waren über die Kirschblütenblätter, zumindest dem Foto zufolge. Ich glaub ein paar Tage später war hier in Stockholm die Kulturnacht, bei der es viele verschiedene kulturelle Angebote gab. Man konnte z.B. in den Palast umsonst, abends gab es einer Feier und viele Museen waren lange geöffnet und auch umsonst. Ich hab mich mit ein paar verschiedenen Leuten verabredet und wir sind in mehrere Museen gegangen, haben uns die Oper und den Palast von innen angeschaut. War ein sehr schöner und interessanter Abend.

Ein Teil des goldenen Foyers in der königlichen Oper und ja das Foto ist unwahrscheinlich schlecht, aber es gibt trotzdem einen kleinen Eindruck wie es aussieht.. Eine Freundin und ich im Zuschauersaal der Oper..

Dann am 30. April gab es das Maifeuer, ist so ähnlich wie bei uns der Tanz in den Mai, doch ich würde behaupten, dass es in Schweden viel größer ist und bedeutender als in Deutschland. Die Schweden wollen mit dem Feuer den Winter entgültig verjagen. Bei uns in der Gegend war es so, dass eine große Lichtung in einem Waldstück an der Schule überfüllt war mit Menschen. Dort sieht man natürlich erstmal einen riesigen Berg voll Holz für das Feuer, drumrum gab es eine kleine Bühne für einen Chor, der nachher beim Brand der Feuers gesungen hat und viele kleine Buden, bei denen es Essen oder Trinken gab oder Los- und Spielstände für die Kinder. Es ist wirklich schön zu sehen, dass die Schweden an so vielen tradiotionsreichen Veranstaltungen teilnehmen, sei es jetzt das Maifeuer, Sankta Lucia oder mit Midsommar. Alle Menschen kommen zusammen, freuen sich miteinander und feiern gemeinsam. Sowas ist unwahrscheinlich schön und verbindet. Ich denke insbesondere für Familien. Sowas fehlt mir ein wenig in Deuschland, zumindest gibt es sowas bei uns eher nur auf dem Land, aber hier in Schweden ist das überall, selbst in der Stadt, weil es natürlich auch überall schöne Natur und Plätze gibt.

Dann ging es auch schon für mich und Annika nach Kopenhagen, sage und schreibe um 6 Uhr morgens, aber so schlimm war es dann doch nicht. Wir sind erstmal mit dem Zug nach Malmö gefahren und von da aus nochmal einen Zug rüber nach Dänemark. Wenn man schwedisch spricht, versteht man die Dänen ansatzweise, aber ich musste schon sehr lachen, als ich das erstmal in dem Zug nach Kopenhagen was dänisches gehört habe. Vom Bahnhof ins Backpackerhotel zu finden war ziemlich einfach und nachdem einchecken, Geld welchseln erledigt war, sind wir erstmal in die Stadt und haben schonmal ein wenig rumgeguckt. Annikas hat dann später die Rød pølse gegessen, diese bekannte knallrote Hot-Dog Wurst und ich hab einen unwahrscheinlich schlechten überteuerten Nudelsalat gegessen. Zwischendurch waren wir noch in einem süßen Café. Irgendwann am späteren nachmittag waren wir bei dem Nyhavn, dem sogenannten Neuhafen. Es war richtig tolltes Wetter und viele Leute saßen drausse in den Cafés/Restaurants. Abends sind wir dann mit unserer Zimmernachbarin, eine Studentin aus Ungarn, die aber in Delft ( Niederlanden ) studiert, Essen gegangen und nachher was trinken. Dann haben wir uns endlich schlafen gelegt in das Zimmer, mit anderen 4 Leuten, darunter auch Männer, muss an sich dran gewöhnen. Man muss dazu auch sagen, dass wir beide jeweils schlappe 100 Euro für nur zwei Nächte in einem gemischten Zimmer, was wirklich nicht groß war, bezahlt haben. Darauf kam noch Bettzeug, man durfte kein eigenes mitbringen, und zweimal Frühstück. Allgemein kann man sich nicht beschweren, aber der Preis war echt happig. Am nächsten Morgen gab es ein wirklich leckeres Frühsück, vielleicht keine riesengroße Auswahl, aber dafür gute Qualität. Daraufhin haben wir eine Bootsfahrt gemacht, was ich wirklich empfehlen, es ist nicht so unwahrscheinlich teuer und man sieht viel von der Stadt. Wir haben dann natürlich die Meerjungfrau gesehen, viele historische Bauten, das Schiff der Königfamilie, das beste Restaurant der Welt ( kann sein, dass es momentan wieder das zweitbeste ist ) und vieles mehr. Ich muss wirklich sagen, dass mich Kopenhagen sehr an Amsterdam erinnert vor allen Dingen durch die kleinen Kanäle und Brücken, in Amsterdam sind das ja die Grachten. Später haben wir uns dann entschieden ins Tivoli zu gehen, der Freizeitpark von Kopenhagen, der mitten in der Stadt liegt und einer der ältesten der Welt oder zumindest Europas ist. Der hat uns stolze 42 Euro gekostet, aber es hat sich total gelohnt. Man kann hier wirklich wortwörtlich von einem Freizeitpark sprechen, denn dort gibt es natürlich viele Fahrgeschäfte, aber auch viele Parkanlagen und viel Wasser, also etwas geschmackvoller als so manch anderer Freizeitpark. Es war richtig cool, aber ich muss sagen, mir war nachher schon ein wenig schlecht, aber auf dem Zimmer konnten wir uns ein wenig erholen und sind dann recht früh schlafen gegangen. Am nächsten Tag sind wir erstmal ausgecheckt und sind dann noch in den botanischen Garten gegangen, der glücklicherweise mal ausnahmsweise umsonst war und haben dann im Hostel noch etwas gewartet, bis wir dann uns auf den Rückweg gemacht haben. Die letzten zwei Stunden der Zugfahrt waren die Hölle für mich, weil die Züge hier in Schweden mehr wackeln also z.B. in Deutschland und wir sassen rückwärts, vermutlich habe ich auch was blödes gegessen. Auf jeden Fall dachte ich fast, ich muss sterben. Schliesslich waren wir dann nach drei wundervollen Tagen beide etwa wieder so um 24 Uhr im Bett.

 Nyhavn (leider kein Foto von uns)..

Eine der vielen schönen Strassen in Kopenhagen..

Eurovision war auch zu dieser Zeit, darf man nicht vergessen.. Im Tivoli auf einem Boot.. Ausblick über einer der vielen Brücken..

..  Vor dem Tivoli.. 

Am Wochenende darauf gab es in Stockholm einen Art Karnevalszug der Studenten, wo auch eine meiner Freundinnen dran teilgenommen hat. Dabei ging es natürlich nicht so sehr um das Verkleiden, sondern um politische Aussagen der einzelnen Wagen. Der Wagen meiner Freundin thematisierte z.B. Putins Schwulenanfeindung während der Winterspiele oder ein anderer Wagen thematisierte das Wohnungsproblem der Studenten. Wie man auf dem Foto sieht, sind viele unglaublich kleine Wohnungen im überspitzen Sinne dargestellt.

 Der Wagen thematisierte das Wohnungsproblem der Studenten in Stockholm..

Dann hab ich natürlich auch mit meinen Kindern den ESC zusammen angeschaut und mich sehr gefreut, dass die Niederlande auf dem zweiten Platz war und Schweden auf dem dritten.

Zwischendurch treffe ich mich viel mit meinen Freunden und wenn das Wetter gut ist, setzten wir uns ans Wasser und in die Parks und geniessen den Frühsommer und die letzte Zeit, die wir noch gemeinsam verbringen dürfen.

Gestern war noch eine Veranstaltung im Kungsträdgården, dem königlichen Park mitten in der Stadt. Es war quasi ein Open-Air mit bekannten DJs ( die ich aber nicht kannte..haha..) und es war echt die Hölle los, da es umsonst war. Einer der DJ hat wohl irgendwie Stockholm viel zu verdanken, weshalb diese Veranstaltung gratis war. War auf jeden ganz cool und die Musik war ok.

Demnächst kommen meine Geschwister, freu mich schon sehr !!

Das war mein vorletzter Eintrag und nach Midsommar folgt der letzte aus meinem geliebten Schweden.

hej då och vi ses snart.

 

 

16. Glad Påsk..

21April2014

 ... heißt übersetzt Frohe Ostern !! Jetzt gerade ist Ostern vorbei und somit ist natürlich auch wieder Zeit ins Land gegangen ( wie ich klinge xD ). Aber der Reihe nach..

So mal überlegen, was jetzt alles passiert ist..

Eigentlich habe ich in letzter Zeit hauptsächlich viele Unternehmungen gemacht. Ich war unteranderem in dem Tierpark in Skansen alleine mit den Kindern. Die Kinder haben sich die ganze Woche darauf gefreut und es war wirklich schön mit den Kindern. Wir sind viel spazieren gegangen, waren auf dem Spielplatz, haben Eis gegessen, sind Auto-Scooter gefahren, Tiere angeguckt und einfach das gute Wetter genossen. Kurz bevor wir gehen wollten, mussten wir alle noch auf Klo, doch vor dem Klo war ein riesen Pfau, der wirklich sehr sehr laut, was es ein wenig schwierig machte, vorbeizukommen, zumal dieser auch noch sein Federkleid ausgebreitet hatte. Das war sehr amüsant ! 

Im Tierpark..

Ich war auch in Drottningholm mit einer Freundin. Das ist, glaub ich, eins der (vielen) Schlösser, die im Besitz der Königsfamilie sind. Wunderbares Wetter, haben sogar Eis geschenkt bekommen und sind durch den Schlossgarten spaziert.

Drottningholm..

Ein paar Mädels und ich haben bei einem Freund gegrillt, der etwas ausserhalb von Stockholm wohnt. Wie man sieht, war es sehr amüsant und entspannend !

Grillen in Stavsnäs..

Soo und jetzt kommt das, wo von ich die ganze Zeit erzählen möchte, was übrigens nicht heißen soll, dass die anderen Ereignisse nicht genauso schön und toll waren !!

Es war mal wieder an der Zeit nach Karlstad zu fahren, wo mein Gastvater herkommt, denn dort ein wenig ausserhalb liegt die Insel Torsholmen, auf der das Sommerhaus der Familie liegt. Von uns aus braucht man etwa 3h Autofahrt. Erstmal mussten mal wieder das ganze Gepäck und die Lebensmittel mit dem Boot rübergefahren werden und zu unserem Pech hat es auch noch geregnet, aber gut, man fährt vielleicht 5 min Boot, dann ist man schon an der Insel.

Wie ich vielleicht schon erwähnte, gibt es drei Haupthäuser und ein kleines Gästehaus, in dem ich geschlafen habe. Das Gästehaus ist nur zum übernachten, Küche, Bad und Wohnzimmer befinden sich jeweils in den anderen Häusern bzw. Sauna, Dusche und die Tunna ( der Art Whirpool im Freien, den wir leider nicht benutzen konnten ) befinden sich nochmal seperat in einem anderen Haus etwas näher am Wasser.

Es ist unglaublich wie sehr einen die Natur beruhigt, vor allen Dingen das Wasser, man schläft so gut ein und ist sehr entspannt.

Auf der Insel befinden sich natürlich auch noch andere Häuser, momentan wird sogar nebenan ein neues Haus gebaut. Dennoch ist man im Grossen und Ganzen ungestört und hat unwahrscheinlich viel Natur und Wasser um sich herum. Perfekt zum Lesen oder sonnen.

Wir bekamen in dieser Zeit unteranderem Besuch von den Großeltern. Zwei sehr liebe Menschen, die mir auch sehr ans Herz gewachsen sind, obwohl wir uns noch nicht so häufig gesehen haben. Natürlich hat die Großmutter dann Kanelbullar ( Zimtschnecken ) und selbstgemachten Saft mitgebracht.

Ein Teil des Sommerhauses... Torsholmen..

Die Großeltern haben ein neues Motorboot gekauft, was wir natürlich auch ausprobiert haben. Es war wunderbar auf dem Wasser und natürlich auch mit so einer schnellen Geschwindigkeit.

Auf dem Boot.. Ich und ein kleiner Mensch im Hintergrund..

An einem Tag sind wir dann auf eine Insel nebenan gefahren, wo es noch ein Haus mit einem Leuchtturm gab. Da lebt inzwischen aber keiner mehr. Dort haben wir gemeinsam gepicknickt. Und na klar, natürlich haben wir auch ein wenig Ostern gefeiert, aber mit Religion haben die meisten Schweden nichts mehr zu tun. Das sah dann so aus, dass ich mit den Kindern Eier bemalt habe und am frühen Abend hat mein Gastvater so große bemalte Pappostereier gefüllt mit Süßigkeiten im "Garten" versteckt. Sogar ich hab ein paar Süßigkeiten bekommen. Am letzen Tag war das Wetter bombastisch und dann haben wir erstmal alles für die Rückreise vorbereitet und uns sonst gesonnt, was ich nachher auch wenig bereuht habe, da ich etwas rot geworden bin und wahrscheinlich einen blöden Sonnenstich bekommen habe, da ich nachher echt Kopfschmerzen hatte. Bevor wir nach Hause fuhren, haben wir noch bei den Großeltern gegessen, das wahr unwahrscheinlich toll. Unglaublich liebe Menschen. Irgendwann nachts waren wir dann endlich wieder zuhause.

Mit der Familie auf der Insel mit dem Wachturm..

Grundsätzlich wird auch hier endlich wieder wärmer und wärmer und es kommt soviel auf einen zu. Termine, aber auch Verspflichtungen in Bezug auf die Zukunft..

Ich kenne hier zwar schon recht viele schwedische Leute in meinem Ater, doch richtig befreundet bin ich nur mit einer Schwedin hier. Anja, eine Studentin in Stockholm. Sie ist wirklich sehr lieb und ich hoffe, dass wir auch noch weiterhin nach meinem Aufenthalt hier Kontakt haben werden !!

Mein Schwedisch wird natürlich von Tag zu Tag besser.

Jag hoppas ni har haft en glad pask ( mein Computer will nichts einfügen, pask wird nämlich eigentlich anders geschrieben ) och jag längtar efter att ser er all igen i sommaren/ Ich hoffe ihr hattet eine schöne Osterzeit und ich freue mich schon euch alle im Sommer wiederzusehen !!

In Stockholm..

Kram

 

15. Alles geht..

25März2014

.. jetzt wirklich sehr schnell. Das Wetter wird immer besser und dadurch vergehen die Tage immer schneller und bald bin ich auch schon wieder zuhause, der Flug ist schon gebucht !

Vor vier Wochen war meine Gastfamilie in Åre, das ist sozusagen DAS Skigebiet hier und d.h. alle die in Stockholm leben, fahren quasi dahin. So kommt es nicht selten vor, dass man dort viele Leute sieht, die man kennt. Ich hatte also fast eine ganze Woche sturmfrei und war somit jeden Tag unterwegs. Hab mich mit Freunden in der Stadt getroffen, mich etwas entspannt und mit den anderen abends was getrunken oder einfach gemeinsam gekocht. In der Woche kam dann auch das alte Au-Pair von vor 2 Jahren zu Besuch, da sie Karten für ein Avici-Konzert (wahrscheinlich falsch geschrieben) hatte und die Familie nochmal sehen wollte. War wirklich interessant zu sehen wie die Kinder so auf sie reagieren und wir konnten uns natürlich auch ein wenig über die Arbeit und die Familie austauschen. Dann bekam ich auch schon wieder Besuch von zuhause..

Nämlich von meinem Papa..

  Mein Vater und ich..

Ich auf dem Boot (es ware sehr windig).. Ausblick aus dem Boot.. Archipelago..

 

Er ist relativ spontan nach Stockholm gekommen. Ich wusste etwa 2 Wochen vorher Bescheid. Wir haben sehr viel unternommen. Wir haben uns die Altstadt (gamla stan) angeguckt, sind mit dem Boot gefahren, meine Gasteltern haben ein Dinner veranstaltet und und und.. Das Wetter war wirklich fantastisch, zwar etwas windig und nicht unbedingt warm, aber die Sonne hat die ganze Zeit geschienen. Beim Dinner war es echt etwas komisch meine Gasteltern mit meinem Vater zu sehen. Aber das Dinner war sehr schön und meine Gasteltern haben sich unglaublich Mühe gegeben. Die Mittlere von den Kindern hat sogar bei Google nachgeguckt wie man sich so in Großbritannien anzieht, um meinen Vater zu beeindrucken und der Junge hat sich sehr bemüht, sich immer in die Konversationen einzubringen. Es war wirklich ein sehr tolles Wochenende !!

Zwischendurch gab es dann doch wieder kurz Schnee.

Doch wieder Schnee..

Was eigentlich ungaublich war, da wir die Woche davor wunderbares sonniges Wetter hatten. Zum Glück ging der Schnee aber auch so schnell, wie er gekommen war.

Bis gestern hatte ich nochmal Besuch aus Deutschland von Kathi und Lisa. War unglaublich schön sie nochmal zu sehen. Erstmal waren wir bei mir Zuhause, weil ich noch zwei Tage arbeiten musste und dann haben sie die Familie kennengelernt. Freitag abend haben sie dann erstmal ein paar meiner Freunde kennnengelernt und am Wochenende waren wir in der Stadt und auch ausserhalb von Stockholm in der Natur. Wir haben auch sehr viele typische schwedische Sachen gegessen wie Kladdkaka, Morötskaka oder Kanelbullar, die Lisa übrigens sehr mochte. So lltest dich echt mal mit Alex zusammentun und die backen, ne ;) ?! Am Sonntag habe ich auch unglaublich viele Leute zufällig getroffen, das war echt krass. Unteranderem auf dem Vintage-Flohmarkt wo wir waren, der echt ganz schön war. Später haben wir uns mit ein paar Leuten getroffen und sind durch die Stadt spaziert. Am Montag ging es dann auch schon leider wieder zurück für die beiden. War wirklich schön so viel Besuch zu bekommen, muss nur leider sagen, dass in Sachen Studium die letzten vier Wochen zu nichts gekommen bin.

Mein zweiter Besuch...

Denn so lange bin ich hier ja nicht mehr. Ich weiß auf jeden Fall, dass ich dieses Jahr alles andere als bereue, aber ich werde hier definitv nicht bleiben, sondern erstmal anfangen in Deutschland zu studieren, obwohl ich sagen muss, dass es mich wahrscheinlich nicht sehr lange in Deutschland halten wird. Hab hier gemerkt, dass ich es nicht allzu lange an einem Ort aushalte, zumindest momentan.

Demnächst geht es für mich nach Kopenhagen für ein Wochenende, denn die Zeit muss ich jetzt wirklich noch nutzen !!

Vi ses !

 

Amelie

14. Ja,..

10Feb2014

.. ich weiß, ist jetzt mega lang her, dass ich was geschrieben hab, aber es ist so viel passiert und ich hatte paar wichtige Dinge zu erledigen !!

Ich bin inzwischen ja schon bald wieder 2 Monate hier.

Um Weihnachten war ich für etwa 3 Wochen in Deutschland, ziemlich krass. Aber das Schönste war die Tatsache, dass eigentlich alles wie immer war. Die Umgebung natürlich, aber auch die Menschen, es hat sich nicht sehr viel verändert. Ich brauchte natürlich wirklich ein paar Tage, um zu realisieren, dass ich wieder in der Heimat bin, immerhin war ich ein halbes Jahr nicht dort, aber spätestens nach einer Woche war alles normal für mich. Während der ganzen Zeit habe ich unglaublich viele Leute getroffen, es war schon fast ein wenig anstrengend, aber natürlich wollen einen die Leute sehen und ich wollte auch möglichst viele treffen ! Es war auf jeden Fall ne tolle Zeit in der Heimat und die Leute haben mir auch wirklich eine schöne Zeit bereitet !! Danke !! Leider muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich Schweden auch schon echt vermisst hab und natürlich die Kinder. Vielleicht lag das aber auch daran, dass Stockholm natürlich etwas aufregender ist und ich es gewohnt bin in einer Großstadt zu sein.

Meine Leudde..

Als ich zurück nach Schweden kam, war es etwas komisch allein in dem Haus zu sein, da die Familie noch im Skiurlaub war. Nach etwa 2 Tagen kamen sie dann endlich zurück und ich wurde wirklich förmlich überrannt und wir haben viel erzählt !

Das nächste größere Ereignis war mein Geburtstag. Mein Gastvater war leider nicht da, weil er mit ein paar Freunden in Japan skigefahren ist. Auf jeden Fall habe ich am Samstag einen Tisch in einer Bar bestellt, um in meinen Geburtstag reinzufeiern. Wir waren so um die 15-20 Leute. Es war wirklich wirklich toll ! Als es zwölf war, haben alle für mich gesungen und eine Freundin hatte sogar Wunderkerzen organisiert. Nachher hab ich auch noch ein Bier von einem Herren spendiert bekommen der ein Theater besaß oder so, weil sein Freund auch Geburtstag hatte. Wir wurden von ihm zu irgendeiner Feier im Theater eingeladen, aber da sind wir nicht hingeganen, sondern in eine andere Disko, wo wir dann noch ein wenig gefeiert haben. Ich bin dann nicht zu lange geblieben, weil ich ja an meinem eigentlichen Geburtstag nicht den ganzen Tag schlafen wollte. Am nächsten Morgen wurde ich dann von meiner Gastfamilie geweckt ( man muss dazu sagen, dass ich schon wach war und hoch wollte, aber dann meinte meine Gastmutter, dass ich zurück ins Bett müsse und das Licht ausmachen sollte ), die singend reinkamen mit einem Tablett mit Kerzen drauf und Geschenken. Das ist sehr traditionell hier, was ich auch wirklich schön finde. Später haben wir dann zusammen gefrühstückt, mittags eine Prinsesstarta gegessen und abends kamen dann nochmal meine Freunde, die mir Schlittschuhe geschenkt haben, passend zu der Jahreszeit. Die Schlittschuhe konnte ich dann direkt am nächsten Wochenende ausprobieren.

Eine Prinsesstarta mit Sahne und Creme innendrin..

Ja also zum Wetter. Es lag ganz viel Schnee, aber der ist momentan (heute ist der 10.02.14) leider wieder weg, da es was wärmer ist und es geregnet hat. Eigentlich ist das sehr ungewöhnlich, weil der Winter hier normalerweise viel krasser und länger ist. Aber ich konnte natürlich viel schlittenfahren mit den Kindern, hab sie oft von der Schule mit einem Schlitten abgeholt. Wir waren Eislaufen und haben Schneemänner gemacht, wenn auch eher unkonventionelle :D

Einer unserer Schneemänner oder bessergesagt snögubbe..

Der Nachhauseweg von der Schule.. jaa es ist dann schon dunkel..haha..

Mein Gastvater war ja in Japan und er hat uns ein paar Sachen mitgebracht. Unteranderem waren das Tokyobananen, so hießen die Dinger und joa, ich hab da so meine Erfahrungen mit gemacht :D. Jeder hat also nach dem Essen ein kleines Küchlein in Form einer Banane bekommen, welches in einer kleinen Plastikpackung verpackt war. In der Plastikverpackung war noch ein kleines weißes Tütchen drin und meine Gastmutter dachte, man muss das dann über die Banane treuen, verständlich, da es schwarz und pulvrig war. Man hätte denken können, dass das halt so n Geck ist, damit die Banane durch das schwarz noch "echter" aussieht. Dann hat sich natürlich nachher herausgestellt, dass man das NICHT essen darf und doof wie ich war, hab ich zuvor sehr großzügig dieses Pulver über mein Küchlein gestreut, habe mir ja keine Gedanken darüber gemacht, und alles gegessen. Der Inhalt war was silikonmäßiges, was man eigentlich eher bei neugekauften Möbeln, Taschen oder anderen Gegenständen drin hat. Ich hätte das normalerweise auch erkannt, weil das ja sonst immer so kleine durchsichtige Kugeln sind, aber erstmal stellt sich die Frage, warum hat man sowas bei Lebensmitteln und außerdem war der Inhalt ja halt schwarz und pulvrig. Na ja, das Ende vom Lied war, dass meine Gastmutter ein unglaublich schlechtes Gewissen hatte und tausend Mal in mein Zimmer kam, um zu gucken, ob es mir gut geht. Tatsächlich hatte ich ein wenig Bauchschmerzen und ich musste viel trinken, weil das Zeug ja da ist, um Flüssigkeit zu entziehen, aber es war alles halb so wild.Tja, das war meine Erfahrung mit einer Tokyobanane.

Genau so sahen die aus und Pfeil zeigt auf dieses kleine Tütchen..

Momentan passiert leider nicht viel, da hier momentan eine Infektion rumgeht und die ganze Familie, inklusive mir kank war/ist. Aber ich war im Museum zwischedurch, teilweise ganz interessante Kunst, versuche mehr schwedische Leute zu treffen und freue mich schon auf den Frühling, weil wir dann wieder langsam in die Ferienhäuser fahren können und es nicht mehr sooo kalt ist.

Falls man das nich sieht, dass sind Verpackungen von Smartphones und auf denen sind Banner, wie bei Zigarettenschachteln geklebt, auf denen stehen Sachen, wie

Ganz viele Vögel aus Metall geformt..

 

Vi ses

 

 

13. Es ist viel passiert..

15Dez2013

.. und ich weiß gar nicht wo ich anfangen und wieder aufhören soll. Ich werd es wahrscheinlich nicht schaffen alles nach Reihenfolge zu erzählen.

Auf jeden Fall hatte ich in letzter Zeit Besuch. Einmal von meiner Mutter und einmal von Alex. Meine Mutter hat in der Stadt in einem Boot-Hotel übernachtet bei Riddersholm ( bei Gamla stan ) und ich bin dann meistens zu ihr in die Stadt gefahren, da ich ja eher außerhalb von Stockholm wohne. Als ich sie vom Bahnhof abgeholt habe, war das wirklich seltsam, weil ich hier jetzt schon mehr als 4 Monate verbracht habe und mein eigenes neues Leben habe und dann kommt meine Mutter hierher und es ist irgendwie komisch, das sich das vermischt.

Am ersten Tag waren wir hauptsächlich in der Stadt, am zweiten Tag kam meine Mutter mit zu mir und hat meine Familie kennengelernt, das war sehr amüsant. Am dritten Tag sind wir nach Vaxolm gefahren, eine Insel hier in der Nähe und es war wirklich schön, wir hatten sehr Glück mit dem Wetter !

Vaxolm..

Etwa eine Woche später kam Alex zu Besuch, sie hat bei mir übernachtet. Ich habe mich sehr gefreut sie wiederzusehen. Wir haben uns natürlich auch Stockholm angeschaut und waren abends mit den Kindern schwimmen. Am nächsten Tag waren wir bei Östermalm in den Saluhallen, das ein riesiger Lebensmittelmarkt, der richtig schön ist und wir haben natürlich viele Kanelbullar gegessen ( typisch schwedischen Zimtschnecken ). Als Alex kam, gab es auch endlich den ersten Schnee. Am Samstag hat sie dann einen Teil meiner Freunde hier kennengelernt, weil wir feiern waren, um den Abschied von einem Freund zu feiern, der leider nach Weihnachten nicht mehr zurück nach Schweden kommt.

Alex und ich..

Der erste Schnee..

Allgemein kann ich noch sagen, dass hier viele schon früh angefangen haben es weihnachtlich zu dekorieren. Hier ist schon etwas gemütlicher und schöner dekoriert als in Deutschland, aber das ist auch klar, da es hier war viel dunkler ist und kälter.

Ach und nicht zu vergessen, am 13. Dezember war das Lucia-fest, was hier der feierlichste Tag schlechthin ist, zumal ich ehrlich gesagt erwartet hätte, dass es noch größer und auch ein bißchen anders gefeiert wird. Beim Lucia-fest geht es darum, dass die Kindern den Menschen das Licht bringen, da ja bald Weihnachten ist und es so kalt und dunkel ist. Die ganze Kinder verkleiden sich dann entweder als Lucia, Tomte ( Weichnachtsmann in Schweden) oder Peparkaka-männchen (Nein, hier handelt es nicht um das, was manche vielleicht denken mögen :D) und singen allen Liedern. Ganz typisch ist auch, dass man dann Lussebulle ist. Das ist ein Art Hefegebäck mit Rosinen drin und Safran. Ist eher was ungewöhnlich, aber ich finde es sehr lecker !

 So sieht das dann aus beim Lucia-fest..

Diese Kränze gibt es hier viel...

Lussebulle..

 

Bin in paar Tagen erstmal wieder zuhause. Komisches Gefühl.

Fröhliche Weihnachten und frohes neues Jahr.

Vi ses !

 

12. Langsam steht Weihnachten vor der Tür..

19Nov2013

... und ich bin schon bald wieder erstmal zuhause !

Vorletzte Woche war ich mit meinen Freunden bowlen, aber irgendwie sind wir bei einer High-Society-Bowlingbahn gelandet, wo nur so hohe Tiere rumliefen, aber in hier in Stockholm ist das auch nicht wirklich ungewöhnlich. Wir haben glaub ich mit 12 Leuten oder so gespielt und das war richtig lustig und somit zum Glück auch nicht so teuer. Am nächsten Tag waren wir alle zusammen feiern und ich hab mal wieder viele schwedische Leute kennenglernt, aber ich muss sagen, dass die Schweden echt grundsätzlich arrogant sind und das geht mir manchmal richtig auf den Keks. Man wird grundsätzlich erstmal von oben herab behandelt, zwar nicht in einer total offensichtlichen Weise, aber so hintenrum, was ich eigentlich fast schlimmer finde. In den vielen Gesprächen, die ich geführt habe, habe ich einfach gemerkt, dass da kein wirkliches Interesse da ist und man sehr schnell abgestempelt wird. Das ist aber auch meistens eher bei Leuten in meinem Alter so, die der Masse hinterherrennen oder bei den reichen Schnöseln. Ich kenn inzwischen auch ein paar schwedische Mädchen, die echt nett sind. Man braucht einfach sehr lange, bis man Leute hier kennenlernt. Diese Arroganz spiegelt wahrscheinlich auch die Unsicherheit und Zurückhaltung der Schweden wider. Ich will das jetzt auch nicht total verallgemeinern, aber das hat mich nach der Nacht irgendwie echt genervt.

Na ja.. und letztes Wochenende waren wir im Theater und haben uns Woyzeck angeguckt. Ich war sehr gespannt, weil ich mich für das Abitur sehr mit dem Stück auseinandergesetzt habe, das Stück selbst aber nie auf der Bühne gesehen habe. Noch so am Rande, Herr Clasen, sie sind echt scheiße !! Auf jeden Fall haben wir uns das Stück dann angeschaut und am Ende habe ich wirklich überlegt, ob ich meinem Leben je was schlechteres gesehen hab und ich muss sagen NEIN !! Höchstens irgendwelche Schulaufführungen, wo manche Schüler rein gar nichts konnten. Ich schätze, wenn mein Vater das Stück gesehen hätte, wär er wahrscheinlich rausgegangen.

Das Dramatenhuset in der Nähe vom Nybroplan..

Nach dieser herben Enttäuschung waren wir erstmal essen und waren bei einem Freund in der Wohnung, dessen Familie nicht da war. Bei ihm war seine Vorgängerin zu Besuch und es war teilweise krass, was sie alles so erzählt hat bzw. auch interessant, weil sie das Jahr natürlich schon überstanden hat. Die Familie hatte schon so um die 10 Au-Pairs und dann habe ich überlegt, dass das schon krass ist, denn die Kinder haben somit so viele Bezugspersonen und das muss auch irgendwie hart sein, diese immer wieder zu verlieren und sich umzugewöhnen. Wir haben da auch untereinander diskutiert und danach sind wir alle gemeinsam zum (langersehnten) Bastille-Konzert gegangen. Das Konzert war wirklich unglaublich gut. Ich kenne Bastille zwar nicht gut, aber es hat mir wirklich gut gefallen und ich war überrascht, weil es doch Künstler/Bands gibt, die live einfach richtig schlecht sind. Dann war es auch nicht mehr so schlimm, dass das Theaterstück so unglaublich schlecht war ( Hier drunter sind zwei Videos, das eine ist eins von der Vorband, die übrigens auch sehr gut war und das andere ein Video von jemandem, der das Konzert gefilmt hat). Danach gab es zwar noch eine Haus-party von einem amerikanischen Au-Pair, aber da bin ich nicht mitgegangen, weil ich zu müde war und am nächsten Tag hab ich auch erfahren, dass es nicht gut gewesen sein soll, hab also nichts verpasst. Jetzt im Moment freu ich mich erstmal auf meinen Besuch und bin gespannt, wann der erste Schnee kommt.

 

Vi ses..

 

 

11. Letze Woche waren Ferien..

04Nov2013

.. und somit hatte ich viel Zeit schöne Sachen zu machen. Ich war mit paar Freunden bowlen und am nächsten Tag sind wir zusammen zu dem Sommerhaus eines Freundes fahren, das nur ne halbe Stunde entfernt war. Wir haben vorher noch einen Stop bei einem Supermarkt gemacht, um Essen  mitzunehmen, weil wir da kochen wollten. Als wir mit dem Auto ankamen waren vor dem Parkplatz Bauarbeiten weswegen wir lange warten mussten ( unglaublich ärgerlich ) und dann sind wir mit dem Boot rüber zum Ferienhaus bzw. besser gesagt zu den Häusern, denn unser Freund hat quasi auch noch sein eigenes Ferienhaus, ist zwar nicht so groß, wie das der Familie, aber er hat dort ein kleines Schlafzimmer, Wohnzimmer, kleine Küche und ich glaube auch Toilette. Wir sind aber ins Haupthaus gegangen, weil das natürlich größer und besser ausgestattet ist. Das Sommerhaus liegt natürlich auf einer Insel und somit hat die Familie quasi auch so einen Art Strand und an dem ist eine schwimmende Sauna befestigt. Die kann man also loslassen und mitten auf dem Wasser schwimmen lassen. Schon krass, was die hier teilweise alles besitzen, aber in der Gegend wo wir alle leben, ist das völlig normal und deshalb sind die Menschen auch zum Glück meist nicht überheblich oder arrogant (zumindest die Au-Pair-Familien). Im Haupthaus haben wir dann erstmal angefangen zu kochen und haben dann gemeinsam im Wintergarten gegessen. Es war unglaublich entspannend und gemütlich, weil der Himmel gegen nachmittag richtig schön wurde ( ja, es dämmert hier leider schon so um 16/16:30 Uhr ) und der Ausblick somit echt fantastisch war. Da wir leider nicht so unglaublich viel Zeit hatten, sind wir nach dem Essen auch schon fast wieder gefahren und saßen schon im Boot zurück, als plötzlich die Schnur des Motors abriss und dann mussten die Männer ran und haben gerudert, zum Glück war das Sommerhaus recht nah am Festland. Trotzdem mussten wir uns beeilen, weil eine Freundin nach Hause musste wegen babysitten und sind dann mit Auto nach Hause gerast. Es war aber echt sehr schön dort und ich hoffe, dass wir nochmal dort hinfahren können, aber das glaube ich bestimmt, weil anders als meine Familie, benutzt seine Familie das Sommerhaus das ganze Jahr über d.h. im Winter laufen die über das gefrorene Wasser zum Haus. Stell ich mir witzig vor Lachend.

Das sind wir auf dem Boot, auf der Hinfahrt.. (ganz wichtig, die Fotos sind NICHT von mir, sondern von der lieben Mellie !!!)So sehen die Gegenden meistens aus, wo die Familien ihre Sommerhäuser haben... (Foto von mellie !!)Der besagte Ausblick... (Foto von mellie !!)

Dann war ich in dieser Woche noch Halloween feiern. Einmal bin ich mit den Kindern rundgelaufen für Süßigkeiten und dann später noch mit meinen Freunden. Wir haben uns in eine Studentenfeier geschmuggelt, weil wir eigentlich nicht auf der Liste waren und Eintritt hier manchmal echt teuer sein kann. Es war ein sehr lustiger Abend und als ich nach Hause gefahren bin, haben die Leute mich oft irritiert angeguckt, was ich erst nicht verstanden habe, bis ich gemerkt habe, dass ich ja noch geschminkt war.Halloweenparty..

Und gestern war ich auf einem Art Lichterfestival. Überall am Wasser in Stockholm werden natürlich Lichter angebracht ( also nur Feuer, Kerzen) und das sieht im Dunkeln unglaublich schön aus. Man kann dann quasi alle Stellen abwandern und wenn man möchte, kann man sich auch Fackeln kaufen oder irgendwelche Veranstaltungen wie Chorgesang oder so besuchen. Leider war das Wetter nicht optimal, weshalb wir nur einen Teil sehen konnten, aber es war trotzdem sehr schön.

Die Lichter..Andere Lichter.. ( von mellie !!)

 

Mit der Familie hab ich aber auch paar schöne Sachen gemacht. Mit meinem Gastvater und den Kindern war ich beim Ulriksdalslott, ich glaub das gehört irgendwie der Königsfamilie. Das ist bei uns um die Ecke und ist wirklich wunderschön. Drumherum gibt es noch einen riesen Park, eine alte Orangerie, die aber jetzt ein Museum ist und ein sehr süßes feines Café. Wir waren quasi die einzigen Leute da und das war echt toll, weil wir eine große Wiese im Park für uns alleine hatte und Fußball gespielt haben. Als wir wieder zuhause waren, hat der Vater uns ein typisch schwedisches Essen serviert. Macaronis, aber ohne Käse, also nur in Milch gekocht und gebratene Schinkenwurstscheiben. Das kam mir zwar eher wie ein Fast-Food-Gericht vor, aber es hat trotzdem geschmeckt. Mein Gastvater meinte, dass ihn das sehr an seine Kindheit erinnert, weil seine Großmutter das immer für ihn gekocht hat und dann fing er an, mir von früher zu erzählen. Das war wirklich interessant und teilweise auch sehr persönlich. Es hat mich aber sehr gefreut, dass er mir das erzählt hat.

Ulriksdalslott

Dann war ich unter anderem mit den beiden Mädchen shoppen, wenn man das shoppen nennen kann, weil die Kleinste nur 3 kr hatte, was umgerechnet vielleicht 40 cent sind. Aber gut, sie war der festen Überzeugung, das man mit der Menge Geld einkaufen gehen kann Lachend. Mit der Kleinsten war ich auch schwimmen, gefühlte 12 Stunden, weil sie einfach nicht rauskommen wollte und an einem Tag war ich auch mit der Familie bowlen, also ich mit der Mutter und den Kindern, weil mein Gastvater in Karlstad war, um das Sommerhaus winterfest zu machen. Ansonsten hab ich das erste Mal Elchfleisch gegessen, eine Ausstellung angeguckt und noch ein schwedisches Mädchen kennengelernt.

Joa das war es aber glaub ich schon wieder..

also vi ses !

10.Was macht man an einem freien Sonntag ?

20Okt2013

Man geht mit seinen Freunden zu einer Apfelfarm. Diese nennt sich Rosenhill und liegt etwas außerhalb von Stockholm und man braucht etwa 1 Stunde dorthin. Leider sind wir nicht ganz so schnell hingekommen, weil wir leider etwas ungünstig gefahren sind, aber als wir dort angekommen sind, waren wir alle überwältigt. Die Farm liegt relativ abgelegen in der Natur und ist fast nur von Wald und Feldern umgeben. Wenn man auf das Gelände kommt sieht man natürlich erstmal nur viele Apfelbäume und dann das Café, das halbwegs auf einem Hang liegt, aber es gibt viele verschieden Möglichkeiten zu sitzen. Im Hauptgebäude, wo sich das meiste befindet ( Laden, Café, Mosterei.. etc.) kann man sich unter anderem auf der Terrasse hinsetzen und essen oder man geht raus in einen Art Hof. Es gibt auch ein Gewächshaus, indem es auch viele Möglichkeiten zum sitzen gibt. Alles ist sehr gemütlich und einfach gestaltet, aber auch schön und geschmackvoll. Man hat fast das Gefühl man besucht irgendwie Verwandte oder Freunde, weil die Atmosphäre so vertraut und gemütlich wirkt. Wenn man möchte kann man auch Trampolin springen oder sich in eine Hängematte legen. MIt den Äpfeln ist das so ne Sache Lachend. Ich glaube man kann Äpfel in dem Laden kaufen bzw. man kann auch welche pflücken und dann abwiegen lassen, aber ehrlich gesagt haben wir direkt, als wir den ersten Apfelbaum gesehen haben, einfach n paar gegessen und gepflückt. Keine Ahnung, ob das legal war, aber wir haben da auch nicht so wirklich drüber nachgedacht, weil die Farm halt wie ein Familienbauernhof wirkt Zunge raus Also ich sag nur so viel, wir haben keinen Apfel bezahlt Lachend.

Da wohnen auch Leute ..Das Café dort..Anderer Teil vom Café..

Hier in Schweden hat es auch schonmal ab und an geschneit, aber nicht, dass ich es selber mitgerkriegt hätte. Kälter ist es ja schon sowieso, aber ich muss sagen, dass es wirklich noch geht, ich hab ja noch was vor mir und sobald genug Schnee liegt, kann ich hier Ski-fahren, da freu ich mich schon sehr drauf. Außerdem fährt man hier auch viel Schlittschuh auf den Seen. Ich glaube, da müsste ich genug Beschäftigung im Winter haben.

Ein paar andere Au-Pairs aus meinem Sprachkurs haben gesagt, dass sie den Winter überhaupt nicht mögen, aber dann frag ich mich, warum man sich Schweden als Land aussucht, total bescheuert. Sind übrigens Amerikanerinnen und ich muss ehrlich sagen, dass ich hier eher schlechte Erfahrung mit amerikanischen Menschen gemacht hab. Ehrlich gesagt hat sich mein Bild von Amerikanern hier nur bestätigt. Na ja, hab ja zum Glück viele gute Freunde, von daher bin ich nicht von ihnen abhängig.

Am Dienstag hat Schweden gegen Deutschland gespielt, wie wahrscheinlich ein paar von euch wissen. Ein Freund von mir hatte an diesem Tag Geburtstag und dann haben wir alle in einer Bar gefeiert und das Spiel geguckt. Es war immer sehr lustig, wenn wir gejubelt haben und dann guckten uns die Schweden immer ungläubig an. Jaja, ein schönes Spiel war das.

Silvester bin ich höchstwahrscheinlich in Berlin, da freu ich mich schon sehr drauf, wird bestimmt komisch wieder in Deutschland zu sein und dann wieder zurückzugehen, aber dann werde ich viele Menschen wiedersehen, was echt toll ist.

Soweit die Lage hier..

Vi ses!

9. Sachen gibt´s,..

07Okt2013

.. die gibt es einfach gar nicht Lachend. Meine Gastkinder haben einen sehr ausgeprägten Geschmacksinn, die essen fast alles und gestern gab es tatsächlich Blutpudding. Sieht wie ne sehr sehr dicke halbierte Wurst aus und besteht halt komplett aus Blut. Die essen auch gerne Sushi, Thai-Food und allgemein Essen, was ich eher erwachsenen Leuten zuordnen würde. Wie dem auch sei, hab ich gestern so ne Scheibe gegessen und ich muss sagen, dass der Geschmack nicht irgendwie schlimm ist oder so, aber die Vorstellung, dass ich gerade pures Blut im Mund habe, war schon äußerst merkwürdig und ich hab es dann auch bei einem kleinen Bissen gelassen.Das ist die Verpackung, sieht eingentlich fast wie normaler Schokopudding aus.. hahaha..

Ansonsten war ich letztes Wochende auf dieser Mottoparty bei meiner spanischen Freundin und ich muss sagen, es war sehr lustig und interessant. Ich bin dort etwa mit 6 meiner engeren Freunde hingegangen und hab noch 3 anderen Leute mitgenommen, denn ich dachte, ist was schöner mit meinen Freunden dahinzugehen. Davon abgesehen war es auch eine gute Möglichkeit mal (fast) nur schwedische Leute kennenzulernen, was wir alle mal ganz gut fanden, weil man als Au-Pair leider hauptsächlich andere Au-Pairs oder Leute aus dem Sprachkurs um sich hat. Das Motto war ja 70er Jahre und ich muss sagen, dass sich die meisten Leute wirklich Mühe gegeben haben. Bei dem ein oder anderen Mann saß die Schlaghose vielleicht etwas zu eng, aber es war sehr interessant zu sehen, was die Leute alles so anhatten Zunge raus. Ich hab auf jeden Fall paar nette Bekanntschaften mit Schweden gemacht, zumal manche mich gefragt haben, was denn bitte so interessant daran ist, ein Au-Pair zu sein. Man muss dazu sagen, dass die meisten Gäste keine 20 mehr waren und alle ganz gute und interessante Jobs haben. Wahrscheinlich ist das im Vergleich etwas langweilig und in deren Augen ein Hungerlohn, aber denen war wahrscheinlich auch nicht bewusst, dass ich gerade erst meine Schule beendet habe und davor noch nicht viel rumgekommen bin und es mir momentan noch nicht so um Geld geht Lachend. Ich hatte auf jeden Fall eine schöne Zeit auf der Party mit meinen Freunden. Nachher war ich noch mit zwei Freunden in dem Club Fabriken, wo Electro und Techno lief und dort war sogar ein DJ aus Berlin, Grüße an Andre und Melina ;) Die einzige Sache, die nicht so schön war, war die Tatsache, dass ich mein Ticket in der Nacht verloren habe, aaaber zum Glück hat meine Gastmutter eine Art Versicherung abgeschlossen und somit krieg ich das Ticket wieder bzw. die restlichen Tage, die es noch gültig ist, auf ein neues Ticket, weil mein Ticket für 120 Tage gilt.

Zwischendurch war ich nochmal bei IKEA, aber diesmal beim größten ( in Schweden, Europa ? Keine Ahnung Lachend). Ich war da nochmal, weil ich mich dieses Mal mit einer Gruppe von Niederländern getroffen habe. Wir waren zu 6 und sind durch IKEA geschlendert. Die Mädels waren alle sehr nett und offen, was ich sehr lieb fand, weil ich ja natürlich nicht niederländisch bin, sondern nur die Sprache spreche und manchmal habe ich unfreundliche Niederländer erlebt, die wahrscheinlich Probleme mit Deutschen haben oder so. War ein schöner Mittag mit den Mädchen und danach war ich mit ein paar Freundinnen im Freizeitpark Gröna Lund. Der war leider sehr sehr voll, weil es der letzte Tag war und man für 130 Kronen den ganzen Tag dort verbringen konnte. Trotzdem haben wir es immerhin geschafft 4 Sachen zu machen. Wir wollten zu einer Achterbahn und haben uns dann an eine lange Schlange gestellt (es gabt gefühlte tausend Schlangen an diesem Tag) und haben kurz bevor wir dran waren festgestellt, dass wir uns für eine dämliche Geisterbahn angestellt haben, die wirklich wirklich schlecht war. Sowas passiert halt Lachend. War ein anstrengender, aber schöner Tag. Ich bin schon so um 9 aus dem Haus und kam 23 Uhr wieder nach Hause und war eigentlich nur unterwegs und musste am nächsten 6 Uhr aufstehen.. na ja.. ging schon irgendwie..

Gröna Lund

Ich habe auch mein Zimmer (zumindest ein wenig) verändert, hab an den Wänden alles mögliche aufgehangen und ein paar Sachen entfernt oder ausgetauscht, wie ein Gemälde, was ich nicht so schön fand oder ne Pflanze hingestellt.

Meine Wand, direkt überm Bett..

In 59 Tagen, krieg ich doch tatsächlich Besuch, ich freu mich schon sehr. Alex wird vorbeikommen und dann geht die Post ab Lachend. Ist soweit mein erstern Besuch und ich bin gespannt.

So allgmein, kann ich sagen, dass es mich ab und an traurig macht zu hören, dass es bei manchen nicht so gut läuft. Entweder müssen sie zu viel arbeiten oder es passt nicht mit der Familie. Da kann man vielleicht sagen, dass hätte man vorher wissen müssen, aber mit den Familien ist es so, dass man sich natürlich vor dem Aufenthalt etwas kennenlernt, aber manchmal machen sie einen ganz anderen Eindruck und wenn man dann erscheint, sind sie eher distanziert oder gar nich so interessiert. Das gibt es leider alles. Mit der Arbeit ist es so, dass man das eigentlich vorher genau klären sollte, aber manche wollen vielleicht die Au-Pairs nicht verschrecken und rücken nicht (ganz) mit allem raus, bevor das Au-Pair da ist. Ganz genau weiß ich das aber natürlich auch nicht. Ich kann nur sagen, dass meine Familie fantastisch ist und ich bin dafür auch sehr dankbar !! Meine Gastmutter meinte, sie hätte sich einfach aus dem Bauch heraus für mich entschieden, weil sie ein gutes Gefühl bei mir hatte und meine Gasteltern sagen mir auch, dass ich meinen Job gut mache Lächelnd.

Wie immer, ich glaube, dass es nicht mehr gibt, was ich berichten könnte von daher..

Vi ses !

8. Na ja,..

23Sept2013

Lachend.. ich muss sagen, dass es leider nicht so viel Spannendes zu berichten gibt, zumindest nichts was spektakulär ist. Das ist auch der Grund, warum ich jetzt was länger nichts geschrieben habe. Ich habe mich aber jetzt dazu entschieden einfach allgemein was zu meinem Leben hier zu erzählen..Um zumindest irgendein Foto zu haben :D Das zeigt Stockholm abends. Den Hafen hab ich in letzter Zeit oft so gesehen, deswegen hab ich auch dieses Foto ausgewählt (Das Foto ist nicht von mir, sondern von einer Freundin !!)

 

Zunächst einmal kann man sagen, dass auch tatsächlich jetzt hier in Schweden der Herbst eingetroffen ist, weil wir hatten wirklich bis zum Ende fantastisches Wetter, wir hatten kaum schlechte Tage und es war unglaublich warm. Aber das Wetter ist immer noch nicht schlecht, nur ist es etwas windiger und kälter, die Sonne lässt sich immer noch ein wenig blicken und der Himmel ist blau, wie das Foto hier beweist Zunge rausSo ist das Wetter gerade, während ich schreibe.. :)

 

Allgemein kann ich sagen, dass ich mich sehr priviligiert fühle, diese Erfahrung hier machen zu dürfen. Eine Familie, obwohl sie mich nicht wirklich kannte, lässt mich in ihr Leben und bietet mir so viele Möglichkeiten. Ich kann hier umsonst wohnen, muss mir eigentlich um nichts wirklich Sorgen machen, bin Teil einer wirklichen tollen Familie, habe genug freie Zeit, um mit meinen tollen Freunden schöne Sachen zu erleben und lerne ein anderes Leben in einem anderen Land kennen. Es gibt eigentlich kaum Sachen, die wirklich störend oder gar schlimm sind. Man muss natürlich ein wenig Mut aufbringen quasi alleine in ein fremdes Land zu gehen, aber ehrlich gesagt fand ich es persönlich nicht so krass, weil es so normal für mich ist, sich in verschieden Ländern aufzuhalten und zurechtzukommen. Man sollte auch relativ offen und interessiert sein, aber ich glaube, dass ist sowieso eine Voraussetzung, wenn man ins Ausland will Zunge raus

Gestern war ich mit meinen Freunden bei einem Ikea ( ja ein Ikea in Schweden Lachend) und deshalb war ich relativ lange weg und als ich zurückgekommen bin, waren meine Gastkinder fast böse, weil ich so lange weg war. Sie sagten, sie haben mich sehr vermisst und die Mittlere hat mir sogar gesagt, dass ihre Welt besser ist, wenn ich da bin. Unglaublich lieb und ich muss auch sagen, dass ich die besten Gastkinder der Welt habe. Das sagt wahrscheinlich jedes Au-Pair, aber wenn ich sie teilweise mit anderen Kindern von anderen Au-Pairs vergleiche, habe ich schon unglaublich Glück gehabt. Ich muss auch sagen, dass ich mich wirklich als Mitglied der Familie fühle und nicht als eine Arbeitskraft, die ausserhalb der Arbeit einfach in ihr Zimmer geht. Nach dem Essen gehe ich unglaublich oft noch aufs Trampolin mit den Kindern, mache Musik, eine Party oder wir spielen gemeinsam.

Das Trampolin, Lieblingsbeschäftigung der Kinder.. noch.. wird ja immer kälterDas Klavier, das sie kurz nachdem ich gekommen bin gekauft haben (aber nicht extra wegen mir)

Ach ja, demnächst bin ich auf einer Housewarmingparty einer spanischen Freundin eingeladen. Bin mal gespannt, da das Motto 70er Jahre ist und dort wahrscheinlich sehr viele schwedische Leute sein werden, die nicht ganz in meinem Alter sind, aber das wird bestimmt lustig Lachend

Mit meinem Schwedisch läuft es auch schon. Ich rede inzwischen schon schwedisch mit den Kindern und sooo unglaublich schwer ist die schwedische Sprache auch nicht.

Habe wahrscheinlich ganz ganz viel vergessen, aber mir fällt im Moment nicht mehr ein.

Och hej då. Vi ses !

 

7. Habe ein unglaubliches Wochenende..

09Sept2013

.. in der Mitte Schwedens verbracht. Die Familie besitzt dort ein Sommerhaus, welches auf einer Insel liegt in der Nähe von Karlstad. Das Wetter war unbeschreiblich schön und die Gegend natürlich auch.

Wir sind letzten Freitag mittags losgefahren und haben so etwa 4 h Stunden gebraucht und dann sind wir erstmal mit dem Boot und dem ganzen Gepäck zur Insel gefahren..Ich auf dem Boot bei der Hinfahrt..

Das war wirklich fantastisch und die Natur ist unbeschreiblich schön. Dann kamen wir am Steg an und haben erstmal das ganze Gepäck rausgebracht und dann hat mir die Kleinste alles gezeigt.

Es gibt zwei Stege, der eine Steg ist für das Boot und der andere zum Schwimmen mit einer Art Leiter ins Wassser (weiß nicht, wie man das nennt Zunge raus). Dann befinden sich auf dem Gelände insgesamt vier Häuser, wobei man sagen muss, dass drei von denen quasi zusammengebaut sind und dann gibt es noch ein kleines, seperates Gästehause, indem ich übernachtet habe. Man muss sich das jetzt aber nicht riesig vorstellen. In dem ersten Haus befindet sich die Küche, Essraum und Wohnzimmer, im zweiten ein Art Abstellraum für die Schwimmwesten, Angeln, Spielzeug und so und im dritten befinden sich zwei Schlafräume, einmal für die Kinder und für die Eltern. Das Gästehaus liegt ein wenig seperat, aber es ist nur etwa 3 Meter entfernt von den anderen und es befinden sich dort nur ausschließlich Betten zum schlafen.

Meine Aussicht morgens aus dem Gästehaus/Schlafzimmer..

Ringsherum gibt es natürlich nur Wasser, da das Haus ja auf einer Insel liegt. Man hört das Wasser somit immer und das war sehr entspannend und beruhigend.

Hinter mir das Wasser..

Dann hat die Familie noch einen kleinen Whirlpool, in den das Wasser aus dem Meer gepumpt wird, da es ja Süßwasser ist. Den kann man theoretisch immer nutzen, also auch im Winter, weil er beheizt wird. Ehrlich gesagt war er, als ich das zweite Mal drin war, so warm, dass mir fast schwindelig und schumrig war, als ich rausging. Bin dann schnell ins Meer gegangen, um nicht vielleicht umzukippen oder so.

Im Meer war ich auch paar Mal, einmal sogar in der Nacht und das war echt fantastisch, auch wenn es etwas kalt war. Außerdem war ich noch fischen mit dem Jungen und dem Opa (Vater vom Gastvater), was aber leider nicht so erfolgreich verlief. Trotzdem war es sehr schön auf dem Wasser zu sein. Ach und zwischendurch, hab ich noch die Eltern vom Gastvater kennengelernt, zwei sehr liebe Menschen. Auf der Rückfahrt sind noch bei denen vorbeigefahren und die beiden haben uns sehr lieb umsorgt und die Oma hat uns unglaublich viele selbstgemachte Sachen mitgegeben, wie Marmelade, Zimtschnecken oder selbstgemachter Saft. Ich hab mich dort sehr wohl gefühlt.

Man kann sich gar nicht vorstellen wie entspannend und schön es da war und ich war sehr froh, dass die Familie mich gefragt hat, weil ich hätte es auch verstehen können, wenn sie gerne alleine gefahren wären, denn ich muss dazu sagen, dass meine Gasteltern mich jetzt nicht aus reiner Höflichkeit gefragt hätten, dafür sind sie zu direkt.

Es gab auch eine Hängematte..

Wir haben sehr schöne Tage verbracht und der zweite Abend war besonders schön, da kamen Freunde der Familie vorbei und wir haben gegrillt und später noch draußen zusammen gesessen mit Decken und Kerzen. Zwischendurch hab ich dann mit den Kinder im Fernsehen Mr. Bean in Frankreich geguckt, was sehr lustig war.

Mein Gastvater meinte dann später zu mir :,, Amelie, an diesen Abend musst du dich noch lange erinnern!".

Und das werde ich hoffentlich. Ich bin sehr froh, dass meine Gasteltern mir das ermöglicht haben und so bemüht um mich sind. Tack !

Och  hej då, vi ses !

 

 

6. Dies und Das..

28Aug2013

.. ist so passiert. Aber erstmal will ich sagen, dass ich jetzt nur noch von besonderen Erlebnissen berichten werde, weil es sonsst einfach langweilig wird...

Also letzten Sonntag (vor einer Woche, nicht gestern) war ich mit meinen deutschen Au-Pair Freunden auf einem Open-Air-Event auf einem Berg in Stockholm. Das war richtig gut. Das Wetter war toll, die Aussicht unglaublich und die Musik war auch ganz gut. Danach sind wir zusammen in die Stadt gegangen und haben uns jeder einen eigenen zusammengestellten Salat gegönnt während wir den Sonnenuntergang genossen haben.

Das sind wir.. (wichtig: das Foto stammt nicht von mir, sondern von Melina :))Unglaublicher Ausblick, abends auf Stockholm... (auch nicht von mir :))

Dann die daraufkommende Woche war nicht besonders spektakulär. Ich hatte noch ab und an Freunde hier und wir haben gechillt Zunge raus.

 

Dann am Wochenende war eine Feier für die Kleine, weil sie ja vor kurzem fünf geworden ist. Sie hatte wirklich eine sehr konkrete Vorstellung von dem was sie haben wollte, also habe ich ihr (unteranderem) Schokocupcakes mit einem Erdbeertopping gemacht, weil sie das unbedingt haben wollte. Der Witz bei der Sache war natürlich, dass die ganzen Kinder natürlich noch sehr jung sind und deshalb nur etwa einmal in den Cupcake gebissen haben und das wars Lachend. Aber zum Glück wurden die dann anderweitig gegessen. Die ganzen Kinder waren sehr süß gekleidet. Die Mädchen hatten Kleider an und die Jungs alle ein schickes Hemd und eine schicke Hose. Am Anfang waren alle etwas schüchtern, weil sie sollten miteinander tanzen und gleichzeitig einen Ballon zwischen den Stirnen balancieren, hat nicht so ganz funktioniert, aber nachdem alle auf dem Trampolin waren und durch die Gegend geflitzt sind, konnten wir dann doch noch paar Spiele mit den Kindern machen. Wir haben Sachen wie Stoptanz, Schnitzeljagd und Ballonwerfen gemacht. Ein Kind war leider so schüchtern, dass es nach 20 min. wieder nach Hause gegangen ist, na ja... sahen Samstag etwas besser aus, aber so könnt ihr sie euch etwa vorstellen..Ganz viele Ballons für die Kinder..

Vielleicht kann man noch zu der Woche sagen, dass ich auf jeden Fall von den Finninen genervt bin, dass waren die anderen Au-Pair, die hier in der Nähe wohnen. Eine von denen ist nett und mit ihr versteh ich mich auch, aber die anderen gehen mir richtig auf die Nerven. Wir wollten uns zum Picknick treffen und letztendlich bestand es daraus, dass wir ( ich, eine Schottin und die nette Finnin) auf die anderen fast 2 h gewartet haben und dann mussten wir auch schon wieder gehen, weil wir alle noch Termine hatten. Unglaublich kindisch von denen, nicht aufzutauchen und zu beschwören, dass sie es einfach nicht finden würden. Wir sollten uns zuerst an einer Bushaltestelle treffen, was für die beiden Finnien anscheinend schon zu viel war, dann sind wir denen entgegengekommen und sind schonmal zu dem Park gegangen, wo sie anscheinend waren. Dort konnten wir sie aber nicht finden, obwohl sie gesagt haben, dass sie in dem Café warten, welches übrigens ziemlich auffällig ist, da es gelb ist und das einzige in diesem Park ist. Als wir sie dann anriefen stellte sich heraus, dass sie wohl schon abgewandert waren und dann meinten sie wir treffen uns an einer Fontaine. Wir warteten dort etwa 20 min, bis sich dann wiederum herausstellte, dass sie an einem anderen Ort waren, weil sie auch an einer Fontaine waren, aber nicht an unserer. Ich kann solche Leute echt nicht ab, die haben sich einfach keine Mühe gegeben, weiß nicht, ob die einfach nur ignorant und doof sind oder ob alle Finnen so sind, na ja.. ich werde sie auf jeden Fall nicht mehr treffen, dass steht fest, ausser die entschuldigen sich oder geben sich große Mühe.

Und noch am Rande, meine Haare sind ab, sind jetzt relativ kurz. Ist noch etwas gewöhnungsbedürftig, weil ich meine Haare nicht wirklich hoch tragen kann, sehr sehr komisch (die Leute, die mich kennen, verstehen das)Zunge raus.

Mein neuer Haarschnitt..

Ich komm manchmal echt nicht mehr hinterher zu erzählen, was ich alles erlebt hab, deswegen kann es sein, dass ich irgendwas besonderes vergessen habe.

Auf jeden Fall bin ich immer noch froh hier zu sein und alles ist soweit super. Das Wetter lässt vielleicht in letzter Zeit etwas nach, aber es geht wirklich Zunge raus. Und diese Woche (Dienstag) fängt endlich mein Schwedischkurs an, freu mich schon !!

So, mehr fällt mir nicht ein, deshalb hör ich jetzt auf..

och hej då..

5. Die erste offizielle Arbeitswoche..

23Aug2013

..ist nun vorbei. Ein, zwei Sachen sind nicht perfekt gelaufen, aber damit muss ich rechnen, auch in Zukunft. Die Kleine war manchmal nich ganz artig, aber das war zumindest ein Problem für das ich nicht wirklich was kann. Das andere Problem diese Woche war, dass ich am Mittwoch hier ziemlich viel zu tun hatte, ich musste das ganze Haus sauber machen und war somit ziemlich beschäftigt. Als ich damit fertig war, musste ich schon wieder die Kinder holen und als sie hier waren musste ich noch schnell was für einen Geburtstag besorgen. Danach hatte ich nicht wirklich viel Zeit das Essen zu machen, zumal ich dafür (insgesamt mit Kochen, vorbereiten...etc.) ca. 1 1/2 Stunden einplanen muss, weil ich mir erstmal das Rezept übersetzen muss, dann genau den Ablauf angucken muss, weil die Rezepte meist nicht so einfach sind, und dann natürlich kochen. Bei diesem Rezept musste ich vor allen Dingen enorm viel Gemüse schneiden und das hat mich unglaublich viel Zeit gekostet. Dann kam natürlich irgendwann die Mutter und sie sagte, sie helfe mir, wenn sie geduscht hat. Letzendlich musste sie mir leider sehr viel helfen und dann kam sie an den Punkt, wo sie echt genervt war, was ich verstehen kann. Sie hatte einen harten Arbeitstag und dann muss sie mir auch noch helfen. Ich muss aber wirklich zu meiner Verteidigung sagen, dass ich an dem Tag wirklich viel Stress hatte und einfach zu wenig Zeit. Sie war mir dann nachher auch nicht mehr böse, aber die Situation war schon echt unangenehm. Im Nachhinein weiß ich jetzt auch, dass ihre Woche nicht so einfach war, deswegen versteh ich das auch. Das war aber so die erste unangenehme Erfahrung hier, aber zum Glück hab iLächelndch dann gestern ein perfektes Essen serviert Lächelnd.

Um das mit den Rezepten nochmal kurz zu erklären, weil der ein oder andere denkt vielleicht, ich könnte doch einfach so was kochen. Das kann ich auch ab und an, aber die Familie kriegt jede Woche zwei Tüten mit Lebensmitteln und das heißt hier Middagsfrid. Dazu gibt es immer eine dünne Brochüre mit Rezepten drin und das koche ich halt immer. Das ist ganz praktisch, weil man die Lebensmittel direkt nach Haus gebracht bekommt, die Qualität echt gut ist, man genau die Menge bekommt die man braucht ( wenn man nur zwei Kartoffeln braucht, dann kriegt man auch nur zwei Kartoffeln Zunge raus ) und somit auch kaum Reste hat. Außerdem ist das auch gut, wenn man nicht weiß, was man kochen soll und man spart natürlich Zeit, weil man nicht einkaufen muss. Die Rezepte sind meistens echt ganz lecker und vielseitig, nur manchmal halt schon recht kompliziert und das in einer anderen Sprache, die ich leider noch nicht wirklich beherrsche Lachend. Aber wiegesagt, wenn ich genug Zeit habe, geht das schon  Lächelnd.

So sieht Middagsfrid aus..

Zu meinem alltäglichen Ablauf. Also ich steh meistens so um 6 auf, mach mich fertig und geh nach oben. Dann decke ich den Frühstückstisch, was aber wirklich nicht viel ist, weil die Kinder nur etwas Müsli, Cornflakes und Joghurt mit frischen Früchten essen. Danach gehe ich zu den Kindern und wecke sie, aber mein Gastmutter hilft mir ein wenig, weil sie erst so 7:30 zur Arbeit geht. Nachdem die Kinder sich angezogen haben, gefrühstückt, Zähne geputzt, Haare gebürstet und das Bett gemacht haben, geht es schon zur Schule bzw. zum Kindergarten. Die beiden älteren fahren mit dem Fahrrad hin und ich geh an der Hand mit der Kleinen.

Das ist die Schule..

Da ist der Kindergarten der Kleinen, sieht zwar irgendwie schlimm aus mit diesen Gitter, aber der Kindergarten ist wirklich toll..

Von diesen Sträuchern gibt es hier wirklich viele, diese roten kleinen Beeren kann man essen und sie sind echt lecker und total süß..

Wenn die Kinder weg sind, dann hab ich meistens erstmal was Zeit, dann räum ich ein bißchen auf, geh einkaufen oder wenn ich eine zusätzliche Aufgabe habe, dann mache ich diese. Um 15:30 hol ich die Kinder ab bzw. treffe mich mit denen auf dem Schulhof und die beiden älteren fahren alleine nach Hause und ich geh wieder mit Kleinen zurück. Zuhause spiele ich dann entweder mit den Kindern oder ich fang schonmal langsam mit dem Essen an, weil, wenn ich um 15:30 an der Schule bin, bin ich frühstens 16:15 Zuhause. Das liegt nicht an der Länge des Weges, ich brauche höchstens 10 min. zu Fuß, aber ich muss die Kinder erstmal finden und wenn ich ein Kind gefunden hab und das nächste Kind suche, kann es sein, dass das andere schon wieder abgehauen ist. Das ist hauptsächlich bei den beiden Mädchen so, der Junge ist sehr gewissenhaft. Wenn ich dann endlich alle hab, muss ich ja mit der Kleinen gehen und da sie nicht so schnell gehen kann und bei jedem Spielplatz, der auf de Weg liegt, halt macht, brauchen wir manchmal so 35-40 min. Dann bin ich manchmal erst so 16:50 da und kann dann eigentlich direkt mit dem Essen anfangen, weil wir immer so um 18 Uhr essen. Die Kinder bedanken sich immer  für das Essen, wenn sie fertig sind. Das macht man so in Schweden und dann mach ich noch die Küche etwas sauber und dann ist mein Tag auch schon fertig. Danach hab ich frei Lächelnd. So sieht etwa ein normaler Arbeitstag von mir aus. Manchmal gibt es halt besondere Aufgaben wie Wäsche machen oder putzen, aber eher einmal die Woche oder alle zwei Wochen.

Diese Woche hab ich eigentlich kaum was Besonderes gemacht, ausser am Mittwoch. Da hab ich mich mit anderen deutschen Au-Pairs getroffen. Die wohnen alle in Stockholm selber oder wie ich, in einem Vorort. Ein Mädchen hatte Geburtstag und jeder hat was Kleines mitgebracht, denn wir haben uns an einen Steg in einem wunderschönen Park gesetzt und so halbwegs gepicknickt ( mit Chips, Bier, Salat, Kuchen..Lachend). Hab viele nette Leute kennengelernt und mit ihnen einen wirklich schönen Abend verbracht.

Der Ausblick in Stockholm vom Steg aus..

Hab mich übrigens dieses Mal bemüht mehr Fotos reinzustellen. Die Qualität ist zwar nicht besonders, aber ich hab halt keine wirkliche Kamera mit Zunge raus.

 

..Och hej då

4. Die erste Woche...

18Aug2013

.. ist jetzt schon vorbei und ich kann sagen, dass ich hier sehr froh bin. Ich habe viel Zeit mit den Kindern verbracht. Wir sind auf dem Trampolin gesprungen, haben gemeinsam gekocht, Klavier gespielt, getanzt, gemalt, gelesen und und und. Vorgestern war ich sogar mit allen drei in einem beheizten Pool, das war wirklich fantastisch. Ich hab viel mit den beiden Älteren geplanscht und die Kleine wollte unbedingt alleine mit ihren Schwimmflügeln schwimmen, also hab ich sie gelassen, da der Pool ja nicht wirklich groß war Zunge raus. Außerdem kenn ich jetzt inwzischen schon sämtliche Spielgeräte auf dem Spielplatz und der Junge hat mir schonmal freundlicherweise seine Schule gezeigt, weil sie erst ab Montag dahin gehen. Er ist wirklich sehr gut erzogen und sehr lieb, aber manchmal ein bißchen frech. Die Mittlere ist unglaublich begabt, die Familie hat seit ein paar Tagen ein Klavier ( hab mich unglaublich gefreut ) und ich hab ihr ein einfaches Stück gezeigt und sie konnte es innerhalb von 10 min. nachspielen, unglaublich. Es ist so toll, dass die Familie jetzt ein Klavier hat, weil ich dann selber und mit den Kindern spielen kann Lächelnd.

Ach ja und ich hab endlich noch andere Au-Pairs kennengelernt. Drei Mädchen aus Finnland und ein Mädchen aus Schottland. Die sind ganz nett und lieb, aber ich möchte definitiv noch mehr Leute kennenlernen ! In Stockholm ist ein Typ, der auch Au-Pair ist ( hab mich sehr gewundert ) und er kommt aus Berlin, vielleicht werde ich mich mit ihm und anderen deutschen Au-Pair nächste Woche in Stockholm treffen. Mal sehen...

Aber es ist schon komisch nicht wirklich jemanden zu kennen, ausser der Familie. Als ich vorgestern was einkaufen war und in einer etwas komischen Gegend gelandet bin, hab ich mich schon etwas unwohl gefühlt und war froh wieder im Haus zu sein. Gestern war ich auch mit den Finninen in einem Club ( Sommar ) in Stockholm und das war auch irgendwie komisch, weil irgendwie kennen wir uns natürlich ein wenig, aber es ist trotzdem komisch mit (fast) fremden Leuten feiern zu gehen. Der Abend war aber ganz in Ordnung, obwohl es schon eine Herausforderung war diesen Club erstmal zu finden Zunge raus. Dennoch war es interressant ein paar schwedische Mädchen und Jungen kennenzulernen, weil ich glaube, dass es als Au-Pair gar nicht so einfach ist wirklich Einheimische im selben Alter und in dem Umfeld kennenzulernen.

Das Wetter war übrigens bis jetzt ausgeprochen gut, wie der Ausblick aus meinem Fenster beweist und es gab bis jetzt keine Situation, die ausgesprochen unangenehm war, aber bin natürlich auch erst eine Woche hier.

Och hej då..

 

Das wunderschöne Haus..Mein schöner Ausblick..

 

 

 

3. Habe die perfekte Familie....

13Aug2013

... und die hatte ich in sage und schreibe einer Woche gesucht und gefunden. Eigentlich unglaublich, wenn man überlegt, wie lange das normalerweise dauert. Au-Pairs haben ihre Familien meistens schon min. 3/4 Monate vorher. Ich hab also echt Glück gehabt Lächelnd.

Meine Gasteltern sind echt toll. Der Vater ist ein sehr lustiger, aktiver und führsorglicher Mann und die Mutter sehr lieb, hilfsbereit und beantwortet mir tapfer jede Frage, die ich hab Lächelnd.Die Kleinste ist heute 5 geworden und dann sind wir zu dritt ( die Kleine, der Vater und ich) zum Schwimmbad gefahren und auf der Hinfahrt sind wir alle drei bei blurred lines abgegangen. Der Vater sang was das Zeug hielt und wir beide hinten haben unsere Köpfe geshaked Lachend!

  Das beheizte Aussenschwimmbad, aber so kalt war es nicht :) ( sehr blöd, aber ich kann das Bild irgendwie nicht drehen, auf meinem Desktop, wird das Bild richtig angezeigt.. )

 

Ich hab der Kleinen einen Kuchen zum Geburtstag gebacken und als sie den gesehen hat, hat sie unglaublich gestaunt und sich gefreut. Nachdem wir den Kuchen gegessen haben, hat sich sogar bedankt und mich umarmt. Sie ist wirklich sehr lieb, auch sehr sehr aktiv, aber lieb Zunge raus.

 

Ich bin so froh, wenn mein Schwedisch-Kurs beginnt, weil die Kleinste (natürlich) kein Englisch sprechen kann und sie erzählt mir unheimlich viel, aber ich kann es leider nicht verstehen und dann guckt sie mich manchmal fragend, fast enttäuschend an Stirnrunzelnd.

Allgemein zu den letzten zwei Tagen kann man sagen, dass sie daraus bestanden, die Kinder zu beschäftigen, besonders die Kleine, zu kochen, die Gegend ein bißchen kennenzulernen und mich ein wenig einrichten.

Ich kann wirklich sagen, dass ich mich hier wohlfühle. Natürlich ist alles noch etwas komisch, aber es hält sich wirklich in Grenzen. Die Familie hilft mir sehr, mich wohlzufühlen, vorallem die Gastmutter.

Der Ort ist auch unglaublich schön, natürlich gibt es ein paar häßliche Ecken, aber die unmittelbare Wohngegend ist toll. Hier ist auch alles so nah. Ich kann in 10 min. zu Fuß ans Wasser, ins Zentrum (wo man einfach alles bekommt, was man will), zum Bahnhof, Bücherei, Spielplatz, Schwimmbad, Fitnessstudio, Schloss zum besichtigen, sämtliche Restaurants und und und.. Muss das noch alles richtig erkunden...

 

Bis bald..

2. Ankunft/erster Tag..

11Aug2013

Also zum Glück war der Flug voll ok. Dann musste ich ja mit diesem Bus nach Stockholm fahren, was auch alles geklappt hat, aber ich saß neben so einem richtigen dicken Mann, der mega gestunken hat, laut schnarchte und mir natürlich 3/4 des Platzes wegnahm, weshalb ich dort etwas verkrampft saß. Zum Glück habe ich dann meinen Gastvater am Bahnhof relativ gut gefunden, weil ich ehrlich gesagt nicht wusste, wie er aussieht. Angekommen am Haus war ich erstmal baff, weil die Familie unglaublich schön wohnt und so richtig schwedisch, wie ich es mir vorgestellt hab Lächelnd

Dann hat die Gastmutter mich sehr herzlich begrüßt und die Kinder haben mir auch (noch etwas schüchtern) Hallo gesagt. Ich bekam dann sofort eine Hausführung von dem 10jährigen Sohn in einem sehr guten Englisch. Er war sehr hilfsbereit und hat mir jede kleineste Ecke des Hauses gezeigt. Die beiden Mädchen waren eher mit ihrem Spielzeug beschäftigt, aber irgendwann hat die kleinste mich an die Hand genommen und mir auch alles mögliche gezeigt. Den Nachbarshund, das Trampolin und ihre Kettensammlung.

Ich war auch schon ein wenig einkaufen, weil ich ein Shampoo brauchte, also bin ich mit dem Gastvater los und wir sind zu einer riesen Shoppingmall gefahren, weil es bei denen nicht wirklich was anderes gibt. Die Währung ist wirklich noch sehr gewöhnungsbedürftig.

Die kleinste kam plötzlich auf mich zu und umarmte mich und die Mutter erklärte mir dann, dass sie mir Gute Nacht sagt. Sehr sehr süß. Ich geh jetzt auch ins Bett, was ihr übrigens da unten sehen könnt Zunge raus

 Mein kleines Zimmer :)

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